Hunderegistrierung

Seit 1. Jänner 2010 müssen alle in Österreich gehaltenen Hunde mittels eines zifferncodierten, elektronisch ablesbaren Microchips gekennzeichnet werden. Die Kennzeichnung hat durch einen Tierarzt zu erfolgen und ist vom Hundehalter zu veranlassen. Der Eingriff ist nicht schmerzhafter als eine Impfung. Dem Hund wird dabei ein etwas reiskorngroßer Mikrochip auf dem eine 15-stellige Identifikationsnummer gespeichert ist injiziert.

Durch die Kennzeichnung sollen herrenlos aufgefundene Hunde leichter ihrem Besitzer zugeführt werden können. Die Kennzeichnung des Hundes hat spätestens mit einem Alter von drei Monaten, jedenfalls noch vor der ersten Weitergabe zu erfolgen. Zusätzlich zur Kennzeichnung ist jeder Hundehalter verpflichtet seinen Hund behördlich registrieren zu lassen.

Diese Meldung hat innerhalb eines Monats nach der Kennzeichnung, der Einreise nach Österreich oder der Weitergabe des Hundes zu erfolgen.

Wichtiges bei der Registrierung zu beachten

Wichtiges bei der Registrierung zu beachten

Das Formular zur Registrierung ersetzt nicht die nach dem NÖ Hundeabgabegesetz
vorgesehene Kennzeichnung mittels Hundemarke – auch die Entrichtung der jährlichen
Hundeabgabe bleibt wie bisher aufrecht.

Wo kann man als Hundehalter die Meldung (Registrierung) vornehmen?

Wo kann man als Hundehalter die Meldung (Registrierung) vornehmen?

Besonders einfach ist es gleich den Tierarzt im Zuge der Mikrochip-Kennzeichung mit der
Meldung gem. § 24a Tierschutzgesetz zu beauftragen. Freiberuflich tätige Tierärzte sind jederzeit dazu berechtigt diese Meldung durchzuführen.

Alternativ kann die Meldung auch an den Magistrat der Stadt Krems als zuständige Veterinärbehörde erfolgen. Diesfalls werden Sie ersucht beiliegendes Formular zu verwenden, welches auch im Internet auf der Homepage der Stadt Krems www.krems.at unter Bürgerservice/virtuelles Amt/Formulare zum Herunterladen bereit gestellt ist. Sie können das ausgefüllte Formular faxen, per Post schicken, in den Einlaufpostkasten des Rathauses Krems, Obere Landstraße 4 (Eingang Pfarrplatz) einwerfen oder von Montag bis Freitag in der Zeit von 8:00 Uhr bis 12:00 Uhr persönlich im Veterinäramt, Rathaus Krems, 2. Stock, Zimmer 22 abgeben.

Für die Meldung und Eingabe der Meldedaten in eine elektronische Datenbank durch die
Veterinärbehörde fallen gesetzlich einmalige Gebühren und Abgaben in Höhe von € 20,80 an.

Diese können im Falle der persönlichen Abgabe der Meldung direkt im Rathaus entrichtet
werden. Sonst erfolgt die Vorschreibung mittels Zahlschein.

 

Informationen zum NÖ Hundehaltegesetz

Informationen zum NÖ Hundehaltegesetz

In Kürze wird das bereits Ende 2009 vom niederösterreichischen Landtag beschlossene NÖ Hundehaltegesetz in Kraft treten. Der genaue Zeitpunkt steht noch nicht fest. Dieses sieht für folgende Rassen und Kreuzungen mit diesen Rassen diverse zusätzliche Verpflichtungen des Hundehalters vor:

  • Bullterrier
  • American Staffordshire Terrier
  • Staffordshire Bullterrier
  • Dogo Argentino
  • Pit-Bull
  • Bandog
  • Rottweiler
  • Tosa Inu

 

Der Gesetzgeber bezeichnet diese Tiere als Hunde mit erhöhtem Gefährdungspotential.

 

Um welche zusätzlichen Verpflichtungen handelt es sich dabei?

Um welche zusätzlichen Verpflichtungen handelt es sich dabei?

Der Hundehalter hat die Haltung eines derartigen Hundes der Gemeinde (diesfalls ebenfalls
Magistrat der Stadt Krems, Veterinäramt, Rathaus Krems, Oberel Landstraße 4, Zimmer 22,
Tel.: 02732/801-271) anzuzeigen und neben den in der Meldung gem. § 24aTierschutzgesetz
ohnehin bekannt zu gebenden Daten folgende Unterlagen und Nachweise
vorzulegen:
        

  • Name und Hauptwohnsitz jener Person bzw. Geschäftsadresse von der der Hund erworben wurde
  • größen- und lagemäßige Beschreibung der Liegenschaft samt ihrer Einfriedungen und des Gebäudes in der der Hund gehalten wird oder gehalten werden soll 
  • Nachweis der erforderlichen Sachkunde zur Haltung dieses Hundes: eine derartige Ausbildung hat zumindest eine Dauer von 10 Stunden und einen allgemeinen Teil über Wesen und Verhalten des Hundes und einen praktischen Teil über Leinenführung, Sitzen und Freifolgen zu enthalten. Dieser Nachweis ist nicht erforderlich, wenn der Hund zum Zeitpunkt des Inkrafttretens des Gesetzes bereits älter als 8 Jahre ist.
  • Nachweis einer ausreichenden Haftpflichtversicherung. Mindestversicherungssumme von € 500.000,-- für Personenschäden und € 250.000,-- für Sachschäden

 

Wird ein derartiger Hund bereits zum Zeitpunkt des Inkrafttretens dieses Gesetzes gehalten hat die Anzeige unter Anschluss der obgenannten Nachweise binnen 6 Monaten zu erfolgen. Bei Erwerb nach Inkrafttreten des Gesetzes hat die Anzeige umgehend zu erfolgen.

Zukünftig dürfen in einem Haushalt maximal 2 derartige Hunde gehalten werden. Diese Beschränkung gilt jedoch nicht für jene Hunde, die im Zeitpunkt des Inkrafttretens dieses Gesetzes bereits gehalten werden.

Von dieser Bestimmung ausgenommen ist etwa das Halten von Hunden bis zu ihrem 8. Lebensmonat, das Halten zu Ausbildungszwecken von zur Ausbildung berechtigten Personen oder die ordnungsgemäße Haltung zum Zwecke der Zucht.

Derartige Hunde müssen im Ortsbereich immer mit Maulkorb und Leine geführt werden, alle anderen mit Leine oder Maulkorb.

Als Halter werden Sie ersucht die erforderliche Anzeige samt Vorlage der erforderlichen Unterlagen fristgerecht und ordnungsgemäß vorzunehmen.

 

Achtung

Achtung

Hunde die nach Inkrafttreten des NÖ Hundehaltegesetzes erworben werden sind umgehend bei der Veterinärbehörde anzuzeigen.

Der Vollständigkeit und Ordnung halber muss auch auf die im Falle von Verstößen gegen dieses Gesetz vorgesehenen Verwaltungsstrafen bis zu einer Höhe von € 10.000,--  hingewiesen werden.

Weiters wird darauf hingewiesen, dass die jährliche Hundeabgabe ab 1.1.2011 für Hunde mit erhöhtem Gefährdungspotential mindestens 5-fach so hoch als für andere Hunde ist.