Wohnungsverlust kann viele Ursachen haben: Arbeitslosigkeit, steigende Lebenshaltungskosten, finanzielle Schwierigkeiten, familiäre Krisen oder unerwartete Veränderungen im Leben. BEWOK setzt möglichst frühzeitig an. Die Beratungsstelle klärt gemeinsam mit Betroffenen finanzielle und rechtliche Fragen, unterstützt bei der Suche nach tragfähigen Lösungen und vermittelt bei Bedarf zwischen Mieter:innen, Vermieter:innen und Wohnungsgenossenschaften. Ziel ist es, drohende Wohnungslosigkeit zu verhindern und bestehenden Wohnraum nachhaltig zu sichern.
Gefördert wird BEWOK durch das Land Niederösterreich und den WOHNSCHIRM des Sozialministeriums. Zum Angebot zählen unter anderem Beratung bei drohendem Wohnungsverlust, Räumungsklagen oder Delogierungen, Unterstützung bei Anträgen auf Zuschüsse zu Wohn- und Betriebskosten, Hilfe bei der Erstellung eines Haushaltsplans, Begleitung bei Ratenvereinbarungen sowie bei Anträgen für WOHNSCHIRM Miete.
Gemeinsam Lösungen finden
In den vergangenen zwei Jahrzehnten hat BEWOK zahlreiche Menschen und Familien in schwierigen Lebenssituationen begleitet. Die Erfahrung zeigt dabei deutlich: Je früher Unterstützung in Anspruch genommen wird, desto größer sind die Chancen, den Wohnraum zu erhalten. „Niemand ist daran interessiert, dass jemand seine Wohnung verliert und auf der Straße steht. Entscheidend ist, die unterschiedlichen Interessen zusammenzuführen und gemeinsam Lösungen zu finden“, betonte BEWOK-Obmann Kurt Lenitz. Eine wichtige Rolle spiele dabei auch die langjährige Zusammenarbeit mit dem Sozialamt der Stadt Krems.
Der Kremser Bürgermeister Peter Molnar würdigte die Arbeit der Beratungsstelle: „Unserer Stadt geht es zum Glück gut. Dennoch ist es wichtig, dass es Stellen gibt, die jenen helfen, die bei Lebenstempo oder Ausgaben nicht mehr mitkommen.“ BEWOK sei hier „ein ganz wichtiger Baustein“ des sozialen Netzes. „Mein Dank gilt allen, die diese essenzielle Arbeit leisten“, so der Stadtchef weiter.
Die Stadt Krems bietet Molnar zufolge unterschiedliche Unterstützungsangebote für Menschen in schwierigen Lebenssituationen. Dazu zählen unter anderem das Sozialkonto, mit dem Bürger:innen in Krisensituationen rasch und unbürokratisch geholfen werden kann, sowie die Zusammenarbeit mit sozialen Einrichtungen wie dem Verein Impulse Krems und dem Sozialmarkt.
Dank an langjährige Wegbegleiter:innen
Obmann Kurt Lenitz und eine der Geschäftsführerinnen, Maria Plank, nutzten die Jubiläumsfeier, um Wegbegleiter:innen, Kooperationspartner:innen und Unterstützer:innen für die langjährige Zusammenarbeit zu danken. Das Sozialamt der Stadt Krems war bei der Feier durch den scheidenden Leiter Manfred Schaffer, seine Nachfolgerin Anita Mühlbauer sowie Ulrike Rautner-Reiter, die zu den Gründungsmitgliedern von BEWOK zählt, und Angela Luger vertreten.