Die Kremser Gelöbniswallfahrt geht auf das Jahr 1625 zurück. Aus Dankbarkeit über das Ende der Pest gelobten die Gläubigen von Krems damals, jährlich nach Mariazell zu pilgern. Im Jahr 1762 wurde dieses Gelöbnis durch einen Vertrag zwischen der Stadt Krems und der Pfarre St. Veit bekräftigt. Bis heute wird diese jahrhundertealte Tradition von der Kremser Bevölkerung weitergetragen.
Bereits am 19. August brachen zehn Fußwallfahrer:innen in Krems auf und legten den Weg nach Mariazell in drei Tagen zurück. 17 Teilnehmer:innen, darunter Stadtrat Martin Sedelmaier, bewältigten die Strecke mit dem Fahrrad. Der Großteil der Gläubigen reiste am Freitag, 21. August, mit zwei Bussen von Krems nach Mariazell. In der Basilika wurden die Pilger:innen aus Krems beim Gnadenaltar begrüßt und feierten gemeinsam den traditionellen Festgottesdienst. Eine Kreuzandacht auf dem Kalvarienberg und die abschließende Feier in der Basilika waren weitere Höhepunkte der Wallfahrt.
Am Abend wurden die Wallfahrer:innen in Krems von Bürgermeister Peter Molnar, Diakon Klaus Richter und Pfarrer Franz Richter sowie der Stadtkapelle Krems empfangen. Beim traditionellen Festzug marschierten sie gemeinsam vom Bahnhof durch die Stadt zur Stadtpfarrkirche. Anschließend lud Bürgermeister Peter Molnar zum gemeinsamen Ausklang mit Agape ins Kremser Rathausfoyer ein.