Mehr als 37.000 Menschen werden über die Wasserversorgungsanlage Krems täglich mit Trinkwasser versorgt. Das Versorgungsgebiet umfasst elf Katastralgemeinden auf einer Fläche von 51,6 Quadratkilometern. Darüber hinaus werden die Nachbargemeinden Rohrendorf und Gedersdorf vollständig sowie Stratzing und Senftenberg teilweise mit Kremser Trinkwasser beliefert. „Die Kremserinnen und Kremser können sich darauf verlassen, dass ihre Trinkwasserversorgung auch an heißen Sommertagen gesichert ist. Gleichzeitig sollten wir uns bewusst machen, dass sauberes Trinkwasser keine Selbstverständlichkeit ist. Es ist ein wertvolles Gut, mit dem wir verantwortungsvoll umgehen sollten. Jeder von uns kann mit einem bewussten Umgang im Alltag dazu beitragen“, betont Bürgermeister Peter Molnar.
Gut aufgestellte Wasserversorgung
Die Kremser Wasserversorgung ist technisch breit aufgestellt. Die Donau teilt das Versorgungsgebiet in die Wasserversorgungsanlagen Krems Nord und Krems Süd, zwischen denen es keine Verbindung gibt. Eine wesentliche Säule der Versorgung bilden die beiden Pumpwerke in Landersdorf und Schlickendorf. Sie beziehen ihr Wasser aus voneinander unabhängigen Grundwasserspendern und sind jeweils so leistungsfähig, dass sie die Stadt eigenständig mit Trinkwasser versorgen können. Ergänzt wird die Versorgung durch acht Quellen. Damit das Wasser zuverlässig und mit dem erforderlichen Druck bei den Haushalten und Betrieben ankommt, verfügt die Wasserversorgungsanlage über 16 Druckzonen, 14 Hochbehälter, drei Tiefbehälter und 21 Pumpstationen. Insgesamt sind 48 Pumpen mit einer Leistung von rund 1.800 PS im Einsatz. Das Hauptrohrnetz erstreckt sich inzwischen über rund 176 Kilometer. Für die Erfassung der Wassermengen sind rund 5.400 Wasserzähler verbaut.
Bis zu 12 Millionen Liter an Spitzentagen
Im Jahresdurchschnitt fördert das Wasserwerk rund 2,5 Millionen Kubikmeter Trinkwasser. Davon stammen rund 97 Prozent aus Grundwasser und drei Prozent aus Quellwasser. Durchschnittlich werden täglich etwa 7.500 Kubikmeter – das entspricht 7,5 Millionen Litern – gefördert. An Tagen mit besonders hohem Verbrauch kann der Bedarf auf bis zu 12.000 Kubikmeter beziehungsweise 12 Millionen Liter steigen. „Unsere Anlagen sind auf einen erhöhten Wasserbedarf vorbereitet und auch Verbrauchsspitzen können zuverlässig abgedeckt werden. Hinter dieser Versorgungssicherheit steht ein umfangreiches technisches System, das laufend überwacht, gewartet und instand gehalten wird. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind 365 Tage im Jahr rund um die Uhr dafür im Einsatz, damit Trinkwasser jederzeit in ausreichender Menge und hoher Qualität zur Verfügung steht“, erklärt Wasserwerks-Betriebsleiter Klaus Hollensteiner.
Wasser bewusst nutzen
Seit 128 Jahren sorgt das Wasserwerk Krems für eine verlässliche Trinkwasserversorgung. Dass sauberes Trinkwasser jederzeit und in hoher Qualität zur Verfügung steht, ist jedoch keine Selbstverständlichkeit. Ein bewusster Umgang mit Wasser beginnt bereits im Alltag: Wasser sollte nicht unnötig laufen gelassen werden und undichte Armaturen oder WC-Spülungen sollten rasch repariert werden. Denn bereits eine schwach rinnende WC-Spülung kann einen Wasserverlust von bis zu 720 Litern pro Tag verursachen. Auch bei der Gartenbewässerung oder der Poolbefüllung kann eine bewusste Nutzung dazu beitragen, Verbrauchsspitzen an besonders heißen Tagen zu reduzieren. So lässt sich Trinkwasser dort nutzen, wo es gebraucht wird.
Wertvolles Gut für die Zukunft
Die Stadt Krems setzt deshalb auf Information, Bewusstsein und Eigenverantwortung. Die Kremser Wasserversorgung ist leistungsfähig und zuverlässig aufgestellt. Gleichzeitig bleibt Trinkwasser ein kostbares natürliches Gut, dessen verantwortungsvolle Nutzung auch für kommende Generationen von Bedeutung ist.