Das Gebiet am Braunsdorfer Berg zeichnet sich durch eine hohe landschaftliche Vielfalt aus. Kleinparzellierte Weingartenterrassen mit Böschungen, Rainen und Hecken wechseln sich ab mit kleinen Wald- und Trockenraseninseln. Eine Vielzahl an seltenen Tier- und Pflanzenarten wie Kuhschellen, Steinfeder oder Wiedehopf findet hier einen geeigneten Lebensraum. Die Trockenrasen, ehemalige Hutweiden, werden nicht mehr genutzt und wachsen mit Gehölzen zu.
Die Forschungsgemeinschaft LANIUS in Kooperation mit der Stadt Krems und dem Verein Hirtenkultur setzt sich für das Offenhalten der Gebiete ein. Ziel des Projekts ist die Wiederherstellung und Revitalisierung der alten Hutweiden und damit der Erhalt der „Naturwunder“ im Raum Krems. Alte genügsame Schaf- und Ziegenrassen wie Bergschafe, Tauernscheckenziegen, Pinzgauer Strahlenziegen und Saanen-Ziegen beweiden naturschutzfachlich hochwertige Areale wie den steilen Abhang unterhalb der Donauwarte Krems-Egelsee oder alte ungenutzte Weingartenterrassen und helfen damit wesentlich bei der Landschaftspflege. Achtung: Bitte die Tiere nicht füttern!
Das Pilot-Projekt wird im Rahmen von LEADER mit öffentlichen Mitteln von Bund, Land Niederösterreich und Europäischer Union unterstützt. Die Stadt Krems, der Verschönerungsverein Egelsee und private Grundstückseigentümer:innen stellen Flächen zur Verfügung, helfen beim Wassertransport und bei Arbeitseinsätzen. In einem ersten Schritt müssen die Flächen in Teilen eingezäunt werden, in der Folge wird eine Behirtung - also die ständige Anwesenheit von Hirt:innen mit Hütehunden - angestrebt.
Zur Nachpflege der aktuell laufenden Beweidung unterhalb der Donauwarte ist im Herbst ein Freiwilligeneinsatz zusammen mit dem Verschönerungsverein Egelsee geplant, bei dem es auch nähere Informationen über das Projekt geben wird. Helfer:innen sind gerne eingeladen – nähere Infos dazu werden unter www.lanius.at veröffentlicht.