Laut Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und Verkehrslandesrat Udo Landbauer ist die Ausschreibung der Ersatzbrücke für Mitte 2026 vorgesehen. Der Baubeginn werde für Mitte 2027 erwartet und die Verkehrsfreigabe der Behelfsbrücke solle 14 Monate später erfolgen. Die Finanzierung des 35 Millionen Euro Projekts sei ebenfalls sichergestellt. „Die Verzögerungen und vagen Aussagen haben jetzt ein Ende“, zeigt sich der Kremser Bürgermeister Peter Molnar erfreut über diese Ankündigung. Der Kremser Gemeinderat hatte in seiner Sitzung im Dezember – mit breiter Mehrheit und gegen die Stimmen der freiheitlichen Fraktion – eine Resolution zur raschen Ausschreibung einer Ersatzbrücke beschlossen.
Planungssicherheit für Menschen, Betriebe und Gemeinden
„Die Donaubrücke Stein-Mautern ist eine zentrale Verkehrsverbindung für die Region. Mit dem Zeitplan für die Behelfsbrücke gibt es nun Gewissheit für die Menschen, die Betriebe, die Landwirte und die Gemeinden der Region: Wir sorgen dafür, dass der Verkehr auch während der Sanierung aufrechterhalten bleibt“, betont Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner.
„Mit der Behelfsbrücke schaffen wir eine sichere und verlässliche Donauquerung für die Phase der Generalsinstandsetzung der denkmalgeschützten Bestandsbrücke. Jetzt gibt es Planungssicherheit für die Bevölkerung, aber auch ganz besonders für die Landwirte und Unternehmer. Wir sind der Bevölkerung im Wort. Ich bedanke mich bei den Kollegen des NÖ Straßendienstes, die mit Hochdruck daran arbeiten, das Projekt jetzt zu realisieren“, ergänzt LH-Stellvertreter und Verkehrslandesrat Udo Landbauer.
Stahlbrücke ist bereits 130 Jahre in Betrieb
„Für die Stadt Krems ist es entscheidend, von der Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und vom zuständigen Landesrat Udo Landbauer endlich einen verbindlichen Zeitplan zu erhalten“, betont Bürgermeister Molnar. „Die Stahlbrücke zwischen Stein und Mautern wurde bereits 1895 als Franz-Josephs-Brücke errichtet und ist seit über 130 Jahren in Betrieb. Damit hat sie das übliche Nutzungsalter von Brücken deutlich überschritten, da diese in der Regel bereits nach rund hundert Jahren umfassend saniert werden müssen“, so Molnar weiter.
Über 12.000 Bürger:innen unterstützten Petitionen für Ersatzbrücke
Vor diesem Hintergrund initiierte der Kremser Stadtchef im August 2024 gemeinsam mit dem Mauterner Bürgermeister Heinrich Brustbauer sowie der NEOS-Fraktion eine Unterschriftenaktion für den Bau einer Ersatzbrücke. Innerhalb weniger Wochen unterstützten mehr als 12.000 Bürgerinnen und Bürger diese Petitionen. „Ursprünglich war als Zwischenlösung während der Bauphase eine bis zu dreijährige Fährverbindung mit nur sehr begrenzten Kapazitäten vorgesehen“, erinnert Molnar. „Dank des engagierten Einsatzes vieler Bürgerinnen und Bürger aus Krems und Mautern sowie der Bürgermeisterkolleg:innen der Welterberegion Wachau konnte jedoch eine Ersatzbrücke eingefordert werden“, freut sich der Stadtchef.
"Zentrale Lebensader für Wirtschaft, Tourismus und alltäglichen Pendelverkehr”
Abschließend unterstreicht Molnar die Bedeutung der Brücke für die gesamte Region: „Die Mauterner Donaubrücke ist eine zentrale Lebensader für Wirtschaft, Tourismus und den alltäglichen Pendelverkehr zwischen Stein und Mautern. Durch die Verzögerung bei der Planung und Ausschreibung von über einem Jahr besteht weiterhin die Gefahr einer Totalsperre der Brücke, noch vor der Fertigstellung der Ersatzbrücke – diese Gefahr hätte bei zügigem Vorgehen verhindert werden können.“
Zur Errichtung der Ersatzbrücke sind zwei zusätzliche Widerlager auf den Seiten Stein und Mautern sowie drei Strompfeiler in der Donau notwendig. Erst nach Inbetriebnahme der Ersatzbrücke können die Hauptbauarbeiten zur Generalsanierung der Bestandsbrücke beginnen.