Weitere Eindrücke finden Sie in unserer Fotogalerie.
„Alle Beteiligten haben herausragende Arbeit geleistet. Wir sind im Kosten- und Zeitplan geblieben und haben ein Gebäude geschaffen, das schön und nachhaltig zugleich ist. Ein besonderes Lob verdient die Gartengestaltung“, sagte Bürgermeister Peter Molnar und dankte allen, die zur Umsetzung beigetragen haben. „Ich bin jedes Mal wieder begeistert, mit wie viel Fürsorge die Kinder in den Kremser Kindergärten betreut werden. Das wirkt sich auf das ganze Leben aus“, so der Stadtchef weiter.
Seit September ist der Kindergarten in Betrieb. Der barrierefreie Neubau bietet unter anderem sechs Gruppenräume, zwei Bewegungsräume und zwei Multifunktionsräume sowie eine großzügige Küche mit einem Speisesaal. Rund 5,1 Millionen Euro wurden investiert, wobei das Land Niederösterreich das Projekt über den Schul- und Kindergartenfonds mit rund zwei Millionen Euro unterstützt. „Mit dem neuen sechsgruppigen Kindergarten in Krems-Weinzierl schaffen wir moderne und optimale Rahmenbedingungen für unsere Kinder und unterstützen gleichzeitig die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Mit einer Betreuungsquote von 84,5 Prozent bei Zweijährigen und 3.680 Kindergartengruppen liegt Niederösterreich laut Statistik Austria österreichweit an der Spitze. Der neue Kindergarten in Krems ist ein schönes Beispiel dafür, was wir gemeinsam mit unseren Gemeinden erreichen können – und damit investieren wir ganz konkret in die beste Zukunft unserer Kinder“, so Familien-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister.
Ein Garten zum Entdecken
Der Garten ist ein wichtiger Bestandteil des pädagogischen Raumangebots. Durch die L-förmige Bauweise ist er zur Straße hin abgeschirmt und bietet einen geschützten Freiraum zum Bewegen, Spielen und Naturerleben. Eine Wasserspielanlage und ein Naschgarten laden zum Entdecken ein. Künftig sollen Bäume und weitere Bepflanzungen natürlichen Schatten spenden. Bildungsstadtrat Martin Zöhrer betonte: „Mit seinen großzügigen Räumen und dem wertvollen Garten ist der Kindergarten Weinzierl ein Vorzeigeprojekt. Ich wünsche den Kindern und dem pädagogischen Team viel Freude beim Spielen, Lernen und Entdecken in dieser schönen Umgebung.“
Nachhaltigkeit über den Bau hinaus
Das Energiekonzept verbindet Erdwärme und Sonnenstrom: Im Winter liefern Erdsonden Wärme für die Wärmepumpe, im Sommer ermöglichen sie eine passive Kühlung. Dabei wird Wärme aus dem Gebäude an das Erdreich abgegeben. Eine Photovoltaikanlage mit Batteriespeicher macht Sonnenstrom auch zeitversetzt nutzbar. Die Lüftung gewinnt Wärme und Feuchtigkeit aus der Abluft zurück. Nachhaltigkeit zeigt sich zudem in der Materialwahl und der vorausschauenden Planung. So kamen unter anderem mit Ökostrom gebrannte Ziegel und ein Dachbegrünungssubstrat mit hohem Recyclinganteil zum Einsatz. Das Gebäude ist auf eine langfristige Nutzung ausgelegt. „Wir haben den Kindergarten bereits in der Planungsphase unter Berücksichtigung des täglichen Betriebs und seiner langfristigen Nutzung konzipiert. Gleich große Gruppenräume erleichtern spätere Änderungen der Gruppenorganisation“, erläutert Projektleiter Peter Mittendorfer.
Gemeinsam für einen guten Start
Alle Räume liegen auf einer Ebene und sind über kurze Wege erreichbar. Jede Gruppe verfügt über eine eigene überdachte Terrasse, die den Gruppenraum erweitert. Die großzügigen Bewegungsräume bieten zusätzlich Platz für vielfältige Aktivitäten. Doris Denk, Bereichsleiterin für Bildung, Kultur und Tourismus, betont: „Der neue Kindergarten Weinzierl ist ein weiterer Meilenstein, mit dem wir für Familien ein bedarfsgerechtes und ausreichendes Angebot an Kinderbetreuung schaffen. Er ist aber auch ein Ort, an dem sich Kinder wohlfühlen, entfalten und gemeinsam wachsen können.“ Bildungsamtsleiter Georg Braunschweig ergänzt: „Die enge Zusammenarbeit aller Beteiligten hat wesentlich zum Gelingen des Projekts beigetragen. Entstanden ist ein Haus, das im Alltag funktioniert und den Kindern viel Raum und Wohlbefinden bietet.“
Kindergartenleiterin Caroline Pokorny konnte die Entwicklung des Hauses seit Anfang des Jahres begleiten und ihre Erfahrungen aus dem pädagogischen Alltag einbringen und sagt: „Es war eine wunderbare Aufgabe, etwas Neues zu schaffen und dieses Projekt begleiten zu dürfen. Ich danke der Stadt, dass wir bereits im Vorfeld eingebunden wurden und die Bedürfnisse der Kinder und des Teams einbringen konnten.“
Die Umsetzung war eine gemeinsame Leistung des Bildungsamts, des Facility- und Energiemanagements unter Bereichsleiter Karl Rauscher, der Kremser Immobilien GmbH (KIG) unter Hannes Zimmermann sowie der Projektleitung und des pädagogischen Teams. Leyrer + Graf war als Totalunternehmer und Architekt Krammer als Planer für die Realisierung verantwortlich.