Bürgermeister Peter Molnar betonte die Bedeutung von Öffentlichkeit und klarer gesellschaftlicher Positionierung gegen Gewalt an Frauen und Mädchen beim Flashmob One Billion Rising: „Gewalt darf niemals Privatsache sein. Entscheidend ist, dass Betroffene wissen, wo sie rasch und unkompliziert Hilfe bekommen – und dass wir als Stadt klar zeigen: Gewalt wird nicht toleriert. Einrichtungen wie die Frauenberatung Lilith leisten hier unverzichtbare Arbeit, die wir als Stadt Krems mit voller Überzeugung unterstützen.“
Die Durchführung im Zentrum der Stadt unterstreicht das gemeinsame Engagement von Politik, Kulturinstitutionen und Beratungsstellen. Der Flashmob verband Tanz mit einer klaren gesellschaftlichen Botschaft und machte Solidarität sichtbar. Auch Claudia Pitnik von der Kunsthalle Krems unterstrich die Kraft der Aktion: „One Billion Rising macht sichtbar, was oft unsichtbar bleibt. Gewalt gegen Frauen und Mädchen ist kein Einzelfall, sondern ein weltweites Problem. Doch sie passiert im Privaten, hinter verschlossener Tür. Gemeinsam mit der Lilith Frauenberatung Krems • Melk initiieren wir deshalb seit 2020 die getanzte Protestaktion in Krems. Es braucht grenzenlose Solidarität mit Frauen, die unter patriarchaler Gewalt leiden. An dem Tag, an dem so viele die Liebe feiern, nehmen wir Raum ein und fordern, dass Gewalt an Frauen nicht länger ignoriert, verharmlost oder verschwiegen wird.“
Im Mittelpunkt steht dabei nicht nur das Symbol, sondern auch konkrete Unterstützung für Betroffene. Gewalt zeigt sich in vielen Formen – von psychischer und physischer Gewalt bis hin zu digitaler Gewalt – und betrifft Frauen in allen gesellschaftlichen Schichten. Für die Lilith Frauenberatung Krems • Melk hob Ulrike Felten die gesellschaftliche Dimension hervor: „Gewalt an Frauen hat massive Folgen für die Betroffenen und für uns alle. Umso wichtiger sind niederschwellige, kostenlose Hilfsangebote für Frauen. Bei der Gewalt an Frauen sind die Täter zu über 90 Prozent männlich. Die gefährlichsten Lebensbereiche für eine Frau sind ihr eigenes Zuhause, ihre Beziehung. Es ist offensichtlich, dass Männer in größerem Umfang als bisher Teil der Gewaltprävention sein müssen.“
Der Flashmob One Billion Rising ist Teil einer weltweiten Bewegung, die jährlich rund um den 14. Februar in über 200 Ländern stattfindet. Der Name verweist auf eine UN-Statistik, nach der weltweit jede dritte Frau im Laufe ihres Lebens von Gewalt betroffen ist – das sind über eine Milliarde Frauen. Ziel der Aktion ist es, Solidarität zu zeigen, Aufmerksamkeit zu schaffen und gesellschaftlichen Wandel einzufordern. Weitere Informationen zur internationalen Kampagne unter www.onebillionrising.org.
Weitere Infos: www.lilith-krems.at