Mit dem neuen Kindergarten Weinzierl setzt die Stadt Krems einen weiteren wichtigen Schritt beim Ausbau ihres Bildungs- und Betreuungsangebots. Der barrierefreie Neubau verfügt über sechs Gruppenräume, zwei Bewegungsräume und zwei Multifunktionsräume. Bei den Bewegungsbereichen wurde bewusst über die Mindestanforderungen hinausgegangen, um den Kindern möglichst viel Platz zu bieten. Breite Gänge dienen zusätzlich als Spiel- und Begegnungszonen. „Mit dem Kindergarten Weinzierl investieren wir ganz bewusst in die Zukunft unserer Stadt. Familien brauchen ein verlässliches und hochwertiges Betreuungsangebot, und Kinder brauchen Orte, an denen sie sich wohlfühlen und entfalten können. Genau das ist hier gelungen“, betont Bürgermeister Peter Molnar.
Ein Garten zum Entdecken
Der großzügige Garten ist ein Herzstück des neuen Kindergartens. Die sechs Gruppenbereiche umrahmen die Freifläche, die den Kindern viel Platz zum Spielen, Bewegen und Entdecken bietet. Zu den besonderen Elementen zählen eine Wasserspielanlage und ein Naschgarten. Bäume und weitere Bepflanzungen sollen künftig für natürlichen Schatten sorgen. Die Freiraumplanung hatte bei dem Projekt von Beginn an einen ebenso hohen Stellenwert wie die Gestaltung der Innenräume.
Auch im Gebäude selbst sorgen viel Tageslicht, Holzmöbel und -fenster sowie ein bewusst zurückhaltendes Farbkonzept für eine angenehme Atmosphäre. Die einzelnen Gruppen selbst sind durch farbige Türen gekennzeichnet. „Für uns ist es wichtig, dass jedes Kind zunächst in seiner Gruppe einen vertrauten Ort und fixe Bezugspersonen findet. Gleichzeitig bietet uns das Haus viele Möglichkeiten, Räume gemeinsam zu nutzen und gruppenübergreifend zu arbeiten. Jetzt freuen wir uns vor allem darauf, dass die Kinder kommen und das neue Haus mit Leben füllen“, sagt Kindergartenleiterin Caroline Pokorny.
Nachhaltig in die Zukunft
Eine Besonderheit ist das Energie- und Gebäudekonzept. Geheizt und gekühlt wird mittels Wärmepumpe. Neun rund 140 Meter tiefe Sonden nutzen dafür Energie aus dem Boden. Eine Photovoltaikanlage mit Batteriespeicher deckt einen Großteil des benötigten Stroms ab. Die Stadt rechnet mit einem Eigenversorgungsgrad von bis zu 80 Prozent. Eine Deckenkühlung, eine Fußbodenheizung und eine Beschattung tragen zusätzlich zu einem angenehmen Raumklima bei.
Im Kostenrahmen umgesetzt
Die Stadt Krems investierte rund 5,1 Millionen Euro in den Neubau, wovon rund zwei Millionen Euro durch das Land Niederösterreich gefördert werden. Bei dem Projekt wurde erstmals mit einem Totalunternehmer zusammengearbeitet. Der Kostenrahmen konnte dabei genau eingehalten werden. Mit der Umsetzung war das Unternehmen Leyrer + Graf betraut. „Von der Planung bis zur Fertigstellung war dieses Projekt eine echte Gemeinschaftsleistung. Das Bildungsamt, das Facility- und Energiemanagement mit Bereichsleiter Karl Rauscher, die Kremser Immobilien GmbH (KIG) mit Bereichsleiter Hannes Zimmermann, Projektleiter Peter Mittendorfer sowie die Pädagoginnen haben ihre jeweilige Expertise eingebracht. Diese enge Zusammenarbeit hat wesentlich dazu beigetragen, ein Gebäude zu schaffen, das im täglichen Betrieb funktioniert und den Kindern besonders viel Raum bietet“, erklärt Bildungsamtsleiter Georg Braunschweig.
Gut vorbereitet auf den ersten Tag
Am 7. September startet der Kindergarten zunächst mit vier Gruppen, darunter zwei Kleinkindgruppen, und 53 Kindern. Die Kinder beginnen gestaffelt, damit genügend Zeit für ein behutsames Ankommen bleibt. Bereits im Vorfeld fanden Elternabende und Schnuppertermine statt. Auch auf unterschiedliche Bedürfnisse wurde bei der Planung Rücksicht genommen. So ist beispielsweise ein eigener Rückzugs- und Sinnesraum vorgesehen, der künftig unter anderem im Rahmen einer heilpädagogisch-integrativen Gruppe genutzt werden kann. „Mit dem Kindergarten Weinzierl schaffen wir zusätzliche Kapazitäten genau dort, wo sie gebraucht werden. Gleichzeitig war es uns wichtig, nicht nur Plätze zu schaffen, sondern auch hohe Qualität in der Elementarpädagogik zu ermöglichen. Die räumlichen Voraussetzungen dafür sind hervorragend“, sagt Doris Denk, Bereichsleiterin für Bildung, Kultur und Tourismus.
Offizielle Eröffnung im Oktober
Der Kindergarten bietet bei Bedarf eine Betreuung bis maximal 17 Uhr sowie eine Nachmittagsbetreuung und optional ein Mittagessen. Der Standort ist mit den Stadtbus-Linien 3 und 7 über die Haltestelle Hadresgasse öffentlich erreichbar.
Nach dem Betriebsstart am 7. September folgt im Oktober die offizielle Eröffnung: Im Rahmen eines Festakts wird der neue Kindergarten feierlich seiner Bestimmung übergeben.