In den vergangenen Monaten wurde im Rahmen eines aufwändigen Sondierungsprozesses geprüft, ob sich für den Standort der Österreichhallen Betreiber:innen und Investor:innen für die Entwicklung eines Hotel- und Kongresszentrums finden lassen. Der nun vorliegende Abschlussbericht zeigt, dass ein derartiges Projekt unter den derzeitigen Rahmenbedingungen nicht realisierbar ist. Insgesamt wurden 28 potenzielle Investor:innen angesprochen. Einige davon signalisierten Interesse, sich mit dem Projekt unverbindlich weiter auseinanderzusetzen, allerdings ohne ein Hotel errichten zu wollen. Als Gründe für das geringe Interesse werden unter anderem die derzeit starke Konzentration von Hotelinvestoren auf größere Städte und Metropolen sowie der bereits laufende Bau eines Hotels in unmittelbarer Nähe in der Kremser Fußgängerzone genannt.
Sanierung als mögliche Alternative
Die KIG richtet den Blick daher nun auf eine weitere Option: Eine Machbarkeitsstudie soll klären, ob und unter welchen Voraussetzungen die bestehenden Österreichhallen saniert und für eine zeitgemäße multifunktionale Nutzung weiterentwickelt werden können. „Uns ist wichtig, die Zukunft der Österreichhallen auf Basis fundierter Entscheidungsgrundlagen zu gestalten. Nachdem sich die ursprünglich untersuchte Hotel- und Kongresslösung derzeit nicht realisieren lässt, prüfen wir nun ganz bewusst auch eine Sanierung und Weiterentwicklung des Bestands. Die Machbarkeitsstudie soll zeigen, welches Potenzial in den Österreichhallen steckt und welche Lösung langfristig für Krems sinnvoll und wirtschaftlich tragfähig ist“, erklärt Bürgermeister Peter Molnar.
Zentrale Lage in der Kremser Innenstadt
Die Österreichhallen befinden sich im Eigentum der Stadt Krems und werden von der Kremser Immobiliengesellschaft mbH (kurz KIG) betrieben. Sie stammen aus dem Jahr 1968 und befinden sich in zentraler Lage in der Kremser Innenstadt neben dem Sepp-Doll-Stadion. Der Gebäudekomplex umfasst insgesamt drei Hallen und bietet Platz für bis zu 2.200 Personen. Mit der Machbarkeitsstudie sollen nun die baulichen und funktionalen Voraussetzungen sowie mögliche Nutzungsperspektiven untersucht werden. Die Ergebnisse bilden eine wichtige Grundlage für die weiteren Entscheidungen über die Zukunft der Österreichhallen.