Zum 200. Mal jährt sich heuer der legendäre Landaufenthalt Ludwig van Beethovens auf dem Gut Wasserhof seines Bruders Johann in Gneixendorf. Gemeinsam mit seinem Neffen Karl fand der Meister hier noch einmal die ersehnte Ruhe, Erholung und Inspiration. Vor diesem Hintergrund lautet das thematische Leitbild beim 7. Beethoven-Festival Gneixendorf „Reisezeiten – Zeitreisen“. Bei den drei Konzerten von 18. bis 20. September werden Werke von Johannes Brahms, Antonín Dvořák, Franz Schubert, Erich Wolfgang Korngold sowie selbstverständlich Beethoven selbst zu hören sein, die im eigentlichen oder übertragenen Sinn einen Standortwechsel thematisieren.
Das diesjährige Jubiläumsprogramm zeigt unterschiedliche Aspekte von Zeit-Reisen: Johannes Brahms sah mit seinem zweiten Streichquintett, einem im Sommersitz Bad Ischl komponierten Spätwerk, die eigene kreative Laufbahn als beendet an. Antonín Dvořák verarbeitete im „amerikanischen“ Quintett die Eindrücke seines Aufenthaltes in der „Neuen Welt“. Franz Schubert schuf mit der Winterreise ein künstlerisches Vermächtnis und Sinnbild für das Suchen nach sich selbst. Erich Wolfgang Korngold bricht im Streichquartett Nr. 3 musikalisch zu neuen Ufern auf und die Pastorale von Beethoven gilt schließlich seit jeher als ideeller Sehnsuchtsort.
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