Nach der erfolgreichen Premiere im Vorjahr und der Auszeichnung mit dem Österreichischen Mobilitätswochenpreis 2025 setzten die vier Nachbargemeinden ihre Zusammenarbeit fort. Das vielfältige Programm reichte von Aktionen für Kinder und Familien über gemeinsames Radfahren und Filmvorführungen bis hin zu Fachgesprächen und Diskussionen. „Die Europäische Mobilitätswoche hat auch heuer wieder gezeigt, wie gut die Zusammenarbeit über Gemeindegrenzen hinweg funktioniert. Besonders freut mich, dass wir mit unserem Programm unterschiedliche Generationen erreichen und nachhaltige Mobilität ganz konkret erlebbar machen konnten. Ein großes Dankeschön gilt allen, die mit ihrem Engagement zum Gelingen beigetragen haben“, zieht die Kremser Umwelt- und Mobilitätsstadträtin Alexandra Ambrosch eine zufriedene Bilanz.
Verkehrsregeln mit Spaß vermittelt
Für Begeisterung sorgte Clown Poppo vor der Volksschule Lerchenfeld. Bei strahlendem Sonnenschein spielte er gleich zwei Vorstellungen und vermittelte den Kindern aus Volksschule und Kindergarten auf spielerische Weise wichtige Verkehrsregeln. Die jungen Zuschauer:innen machten begeistert mit. Unter den Gästen war auch Bürgermeister Peter Molnar, der sich die Vorstellung gemeinsam mit den Kindern nicht entgehen ließ. Einen Tag später stand der Bereich rund um die Volksschule Lerchenfeld nochmals ganz im Zeichen der Mobilitätswoche: der Mittergriesweg verwandelte sich in eine „Blühende Straße“: Für den Verkehr gesperrt, wurde die Fahrbahn zur großen Leinwand für die Kinder aus Volksschule und Kindergarten. Mit bunter Kreide verzierten sie gemeinsam die Straße und zeigten, wie Verkehrsflächen für kurze Zeit zu lebendigen Spiel- und Begegnungsräumen werden können. Auch in Mautern und Rohrendorf verwandelten Kindergarten- und Volksschulkinder zwei Straßenzüge in Kunstwerke.
Über 100 Teilnehmer:innen bei Kidical Mass
Ein weiterer Höhepunkt der Mobilitätswoche war die Kidical-Mass-Sternfahrt. Mehr als 100 Teilnehmer:innen machten sich von Krems, Mautern, Furth und Rohrendorf mit dem Fahrrad auf den Weg zum gemeinsamen Ziel im Kremser Stadtpark. Darunter waren auch zahlreiche Kinder, die sich zum Abschluss über ein Eis freuten. Unzählige Radfahrer:innen beteiligten sich in allen vier Gemeinden außerdem an der Aktion „Radln in die Kirche“ und nutzten die Gelegenheit, ihre Fahrräder segnen zu lassen.
Fachgespräch zur Parkraumbewirtschaftung
Auch aktuelle Mobilitätsfragen fanden im Programm ihren Platz. Beim Fachgespräch „Parkraumbewirtschaftung“ in Mautern beleuchtete Waltraud Wagner vom Mobilitätsmanagement Niederösterreich das Thema aus Expert:innensicht, während die Kremser Umwelt- und Mobilitätsstadträtin Alexandra Ambrosch anhand konkreter Beispiele Einblicke in die Praxis der Stadt Krems gab. Danach bot sich den Besucher:innen Gelegenheit für Fragen und einen regen Austausch.
Gemeinsamer Abschluss im Kino
Den Abschluss der Mobilitätswoche bildete die Vorführung des Films „Cycling Cities“ im Kino im Kesselhaus. Organisiert wurde der Abend von der Radlobby mit Robert Kermer und Franz Böck. Mit dabei waren auch die Organisator:innen der Europäischen Mobilitätswoche in der Region: Stadtrat Martin Hofbauer aus Mautern, der geschäftsführende Gemeinderat Franz Fehr aus Rohrendorf sowie Stadträtin Alexandra Ambrosch aus Krems. Im Anschluss an den Film wurde über nachhaltige Mobilität und die Rolle des Radverkehrs diskutiert. Die Europäische Mobilitätswoche wird von der Europäischen Kommission koordiniert und findet jährlich von 16. bis 22. September statt. Ziel ist es, alltagstaugliche und nachhaltige Formen der Mobilität stärker ins Bewusstsein zu rücken.