Vertreter:innen der Abteilung Umwelt‑ und Energiewirtschaft des Landes Niederösterreich, der NÖ‑Umweltverbände sowie die Abfallberaterinnen der Stadt Krems und des GV Krems standen bereit, um über die wichtigsten Ursachen von Lebensmittelverschwendung zu sprechen. Sie erläuterten den korrekten Umgang mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum, zeigten optimale Lagerungsmöglichkeiten und präsentierten kreative Rezepte für die Resteküche. Neben Flyern und Plakaten verteilten die Mitarbeiter:innen auch Kochbücher, die speziell auf die Vermeidung von Lebensmittelabfällen ausgerichtet sind und zu kreativen Gerichten aus übrig gebliebenen Zutaten inspirieren.
Smoothie-Bike: Bewegung mit Mehrwert
Ein besonderes Highlight war das Smoothie‑Bike. Dort konnte unter anderem auch Stadtrat Werner Stöberl testen, wie viel Energie er beim „Erradeln“ seines eigenen Smoothies erzeugen kann. Der spielerische Ansatz verdeutlichte, dass Nachhaltigkeit nicht nur im Kopf, sondern auch im Körper umgesetzt werden kann. Das Bike zog zahlreiche Interessierte an und sorgte für lebhafte Gespräche über aktive Beteiligung an Umweltschutzmaßnahmen. „Lebensmittel sind wertvoll – und viel zu schade für den Müll. Oft reichen schon eine gute Einkaufsplanung, die richtige Lagerung und ein bewusster Umgang mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum, um Lebensmittelabfälle deutlich zu reduzieren“, betont Stadtrat Werner Stöberl.
Zahlen, die zum Handeln auffordern
Die Dringlichkeit des Themas wird durch eindrucksvolle Statistiken untermauert: In Niederösterreich landen jährlich rund 35.000 Tonnen genießbare Lebensmittel im Restmüll – das entspricht 21 Kilogramm pro Person bzw. einem Warenwert von etwa 500 Euro pro Haushalt im Jahr. Pro Haushalt werden durchschnittlich 46 Kilogramm essbare Lebensmittel weggeworfen, häufig wegen mangelnder Planung oder falscher Lagerung. Der Infostand im ALEX Krems zeigte eindrucksvoll, wie leicht umsetzbare Maßnahmen im Haushalt einen großen Unterschied machen können. Durch informative Gespräche, interaktive Elemente wie das Smoothie‑Bike und nützliches Begleitmaterial wie Kochbücher wurde das Bewusstsein für Lebensmittelverschwendung nachhaltig geschärft.