Bürgermeister Peter Molnar zeigt sich über das Ergebnis erfreut: „Vier Sterne und ein Platz unter den zehn besten Gemeinden Niederösterreichs sind eine schöne Bestätigung für unseren Einsatz. Wir haben in den vergangenen Jahren viel unternommen, um das Radfahren in Krems attraktiver und sicherer zu machen. Besonders freut mich, dass wir uns erneut verbessern konnten. Das zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind und sich unsere kontinuierlichen Bemühungen auszahlen.“ Die Radhauptstadt-Zertifizierung ist eine Initiative von Mobilitätsland Niederösterreich und bewertet alle zwei Jahre, wie fahrradfreundlich die teilnehmenden Städte und Gemeinden sind. Untersucht werden die Radinfrastruktur, Konzepte und Planungen, die organisatorischen Rahmenbedingungen sowie Maßnahmen zur Bewusstseinsbildung und Öffentlichkeitsarbeit. Ab 60 Prozent der möglichen Punkte werden vier Sterne vergeben, die höchste Auszeichnung mit fünf Sternen gibt es ab 80 Prozent.
Krems verbessert sich im regionalen Vergleich
Mit 63,5 Punkten liegt Krems deutlich über dem Durchschnitt der teilnehmenden Gemeinden. In der Region Niederösterreich-Mitte erreichte die Stadt den dritten Platz hinter St. Pölten (75,7 Punkte) und Tulln (66,2 Punkte). Gegenüber 2024 konnte sich Krems um einen Rang verbessern und Purkersdorf (61,2 Punkte) auf den vierten Platz verweisen. Besonders positiv bewertet wurden heuer die Bereiche Struktur und Organisation sowie Kampagnen und Öffentlichkeitsarbeit. Hier schnitt Krems jeweils deutlich über dem niederösterreichischen Durchschnitt ab. Die Stadt punktete unter anderem mit klaren Zuständigkeiten für den Radverkehr, einer eigenen Arbeitsgruppe, regelmäßigen Mobilitätserhebungen sowie vielfältigen Informations- und Bewusstseinsbildungsmaßnahmen.
Radverkehr wird laufend gefördert
Auch beim Ausbau der Radinfrastruktur wurden in den vergangenen Jahren wichtige Maßnahmen umgesetzt. Laut Zertifizierungsbericht verfügt Krems innerorts über rund 19 Kilometer Radinfrastruktur, darunter Radwege, Geh- und Radwege sowie Radfahr- und Mehrzweckstreifen. Allein in den vergangenen beiden Jahren wurden unter anderem 380 Meter eigenständige Radwege und 360 Meter gemeinsame Geh- und Radwege errichtet. Hinzu kommen rund 200 neue Fahrradbügel und weitere Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung. Ein wichtiger Bestandteil der Radverkehrsförderung ist auch das öffentliche Radverleihsystem nextbike, das laufend erweitert wird. Mobilitätsstadträtin Alexandra Ambrosch betont: „Unser Ziel ist es, dass möglichst viele Menschen das Fahrrad im Alltag nutzen können. Dafür braucht es nicht nur gut ausgebaute Radwege, sondern auch sichere Abstellmöglichkeiten, attraktive Leihangebote und eine gute Information. Das erfreuliche Ergebnis zeigt, dass unsere Maßnahmen greifen. Gleichzeitig wissen wir, dass es noch einiges zu tun gibt. Deshalb werden wir den Ausbau und die Verbesserung unseres Radwegenetzes konsequent weiterverfolgen.“
Weiteres Potenzial beim Ausbau der Infrastruktur
Trotz des erfreulichen Ergebnisses zeigt die Zertifizierung auch Verbesserungspotenzial auf. Dieses liegt vor allem im weiteren Ausbau der Radinfrastruktur sowie bei deren Instandhaltung. Empfohlen werden unter anderem zusätzliche Radverbindungen, eine verbesserte Wegweisung, sichere Abstellmöglichkeiten und eine systematische Betreuung des bestehenden Radwegenetzes. Die Ergebnisse dienen der Stadt Krems als wichtige Grundlage, um die Radverkehrsplanung gezielt weiterzuentwickeln. Die nächste Radhauptstadt-Zertifizierung ist für 2028 vorgesehen.