Die Stadt Krems gehört zu den Städten in Österreich mit hoher Hitzebelastung. Dies ergab eine Analyse von Greenpeace, die am 21. August veröffentlicht wurde. Gleichzeitig ermittelte die Umweltschutzorganisation auch den Grünflächenanteil der jeweiligen Kommunen, denn Städte mit hohem Grünanteil sind spürbar besser auf extreme Hitzespitzen vorbereitet. Der Grünanteil liegt in Krems bei 31,01 Prozent und damit österreichweit im Mittelfeld. Doch die Stadt Krems ist gewillt, diesen Anteil noch deutlich zu erhöhen. Vor wenigen Wochen hat Stadtchef Peter Molnar als erster Bürgermeister Österreichs die „Greenpeace-NaturStadt-Garantie unterzeichnet. Mit seiner Unterschrift gibt er den Kremser Bürger:innen das Versprechen ab, sich weiterhin für den Erhalt und den Ausbau von Grünflächen sowie eine klimafitte Stadtentwicklung einzusetzen.
Bereits viele Maßnahmen gesetzt
Doch Krems setzt sich bereits seit vielen Jahren konsequent für Klima- und Naturschutz ein. Bereits im Jahr 2011 ist die Stadt Krems dem Programm der Klima- und Energiemodellregionen beigetreten. Es folgten das Stadtentwicklungskonzept krems2030, der Beschluss zur Energieautarkie bis 2030 und das Klimarelevanztool, mit dem alle Gemeinderatsbeschlüsse vorab auf ihre Auswirkungen auf das Klima geprüft werden. Für das richtungsweisende Klimarelevanztool hat die Stadt Krems 2022 den ÖGUT-Umweltpreis gewonnen. Im Jahr 2023 wurde die Stadt dafür außerdem vom Klimabündnis Österreich mit dem „climate star“ – einem der renommiertesten europäischen Klimaschutzpreise – ausgezeichnet.
Pionierstadt im Klimaschutz
Mit dem 2026 beschlossenen neuen Örtlichen Entwicklungskonzept (ÖEK) setzt die Stadt Krems diesen Weg konsequent fort. Mehr als die Hälfte der darin enthaltenen 82 Maßnahmen betreffen unmittelbar den Klimaschutz. Seit 2025 ist Krems zudem eine von 41 österreichischen „Pionierstädten im Klimaschutz“ und will bis 2040 klimaneutral werden. Mit dem neugeschaffenen Klimabüro im Magistrat Krens und dem Beitritt zum e5-Programm für energieeffiziente Gemeinden werden weitere wichtige Schritte gesetzt.
Klimaschutz, der in der Stadt ankommt
„Entscheidend ist aber, was davon in unserer Stadt sichtbar und spürbar wird: Wir begrünen und entsiegeln Plätze, pflanzen Klimabäume, stärken den Fuß- und Radverkehr, sanieren Straßen und Gebäude und verbessern den Hochwasserschutz. Wir bauen Photovoltaikanlagen weiter aus, setzen verstärkt auf E-Mobilität und machen mit Grätzlprojekten auch die Ideen der Kremser:innen zu einem Teil dieser Entwicklung“, verdeutlicht Bürgermeister Peter Molnar. Baudirektor Reinhard M. Weitzer ergänzt: „Die Stadt investiert vorausschauend seit Jahren in ein lebenswertes und klimafittes Krems. Ein wirksamer Mix aus Klimaschutzmaßnahmen und Projekten zur Klimawandelanpassung ist der Schlüssel zum Erfolg. Zudem reduzieren wir Abhängigkeiten, etwa durch Heizungsumstellungen auf biogene Fernwärme oder Wärmepumpen und senken städtische Betriebskosten durch eigenen, sauberen Sonnenstrom“.