Die Stadt Krems beteiligt sich an einem Forschungsprojekt zur zukünftigen Entwicklung des Areals am Frachtenbahnhof. Ziel ist es, Grundlagen für ein klimaresilientes, kreislauffähiges und energiepositives Quartier zu erarbeiten. Untersucht werden unter anderem die Energie-, Wärme- und Kältepotenziale des Bahnhofsviertels sowie Möglichkeiten für eine klimafreundliche Gestaltung von Grünräumen und Quartieren. Die Universität für Weiterbildung Krems übernimmt die Gesamtkoordination und Projektleitung. Das Projektvolumen beträgt insgesamt 280.000 Euro. Der Anteil der Stadt Krems liegt bei 52.080 Euro, wovon 41.664 Euro durch die Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) abgedeckt werden sollen. Dieser Beschluss erfolgte mit Stimmenmehrheit.
Zwölf Stellplätze für E-Carsharing am Bahnhof
Geschlossen sprach sich der Gemeinderat für eine Erweiterung des Mobilitätsangebots am Bahnhof aus. Im Park-&-Ride-Parkdeck sollen zwölf bereits mit Ladeinfrastruktur ausgestattete Stellplätze unentgeltlich für ein E-Carsharing-Angebot zur Verfügung gestellt werden. Damit soll die Verknüpfung von öffentlichem Verkehr und individueller Mobilität weiter verbessert werden.
300 Parkplätze werden entsiegelt
Ein weiterer Schwerpunkt der Klimaschutzmaßnahmen liegt auf der Entsiegelung von Parkflächen. In den Jahren 2026 bis 2028 sollen im gesamten Stadtgebiet mindestens 300 Stellplätze entsiegelt werden. Dabei kommen unter anderem Rasengitterplatten zum Einsatz, die eine bessere Versickerung von Regenwasser ermöglichen. Für die Umsetzung sind insgesamt 760.000 Euro vorgesehen. Die Mandatar:innen votierten mehrheitlich für diese Maßnahmen.
Klima- und Energiemodellregion soll fortgeführt werden
Die Stadt Krems bewirbt sich außerdem um die fünfte Weiterführungsphase als Klima- und Energiemodellregion (KEM). Das geplante Programm umfasst acht Maßnahmen und soll weitere drei Jahre laufen. Bei erfolgreicher Bewerbung können bis zu 75 Prozent der anerkannten Projektkosten gefördert werden, maximal 226.000 Euro. Der städtische Eigenmittelanteil beträgt 25 Prozent. Der Antrag wurde vom Gemeinderat einstimmig beschlossen.
Energieeffizienz bei städtischen Gebäuden
Handlungsbedarf ergibt sich auch aus neuen EU-Vorgaben zur Energieeffizienz. Öffentliche Einrichtungen müssen ihren Energieverbrauch schrittweise reduzieren. Zudem sollen jährlich mindestens drei Prozent der beheizten oder gekühlten Gebäudefläche von öffentlichen Gebäuden mit mehr als 250 Quadratmetern auf einen hohen Energiestandard gebracht werden. Rund 30 Gebäude der Stadt Krems fallen laut offizieller Gebäudeinventarliste unter diese Vorgaben. Der Gemeinderat nahm diese Verpflichtung mehrheitlich zur Kenntnis.