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Rathaus Klima

Klimakonferenz mit neuem Besucherrekord

Mit rund 125 Teilnehmer:innen verzeichnete die 5. Kremser Klimakonferenz einen neuen Besucherrekord. Im Mittelpunkt standen die Herausforderungen des Klimawandels, konkrete Handlungsmöglichkeiten und die Klimaschutzprojekte der Stadt Krems. Höhepunkt war der Vortrag des bekannten ORF-Meteorologen und Klimaexperten Marcus Wadsak, der auch mehrfach die Klimaaktivitäten der Stadt Krems würdigte.

13.10.2026
Die Redner:innen der 5. Kremser Klimakonferenz: Organisatorin und Moderatorin Annemarie Litschauer (Baudirektion), Bürgermeister Peter Molnar, Keynote Speaker Marcus Wadsak, Klimabüroleiterin Stefanie Widhalm, Klimabüro-Projektmanagerin Karoline Nagl und Baudirektor Reinhard M. Weitzer – von links. © Stadt Krems
Bei der 5. Kremser Klimakonferenz im Schulzentrum: Gemeinderat Mert Özsecgin, Stadtrat Martin Sedelmaier, Energieberater Fritz Bitzinger (eNu), Gemeinderat Jakob Wörtl,, Gemeinderätin Elisabeth Kreuzhuber, stellvertretender Departmentleiter Markus Winkler (Universität für Weiterbildung), Renate Gottwald-Hofer (eNu, Initiative „Wir leben nachhaltig“), Bürgermeister Peter Molnar, Organisatorin und Moderatorin Annemarie Litschauer (Baudirektion), Gemeinderat Robert Simlinger, Keynote Speaker Marcus Wadsak, Gemeinderat Klaus Bergmaier, Roland Gruber (EVN Wärme), Klimabüroleiterin Stefanie Widhalm, Energieberater Reinhard Neubauer (EVN Energieberatung), Klimabüro-Projektmanagerin Karoline Nagl, Baudirektor Reinhard M. Weitzer; Bundesrätin Amelie Muthsam, Geschäftsführer Mario Haindl (Kittenberger Gartengestaltung), Stadtrat Günter Herz und Gemeinderat Wolfgang Mahrer – von links. © Stadt Krems
Die Mitarbeiterinnen des Klimabüros, Leiterin Stefanie Widhalm (l.) und Projektmanagerin Karoline Nagl, mit Stargast Marcus Wadsak. © Stadt Krems
Mit einem „Krems Eimer“ bedankte sich Bürgermeister Peter Molnar bei Marcus Wadsak für dessen inspirierenden Vortrag. Die Eimer erhalten Kremser Bürger:innen, die im Sommer ehrenamtlich Stadtbäume gießen. © Stadt Krems
Diskutierten am Vorabend der Klimakonferenz beim Filmabend im Service Center Bauen zum Thema Gletscherschwund: Liliana Dagostin (Leiterin der Abteilung für Raumplanung und Naturschutz beim Alpenverein Österreich), Claudia Bauer-Krösbacher (Leiterin des Instituts für Tourismus und Marketing am IMC Krems) und Baudirektor Reinhard M. Weitzer – von links. © Stadt Krems

Eindringlich, wissenschaftlich fundiert und zugleich humorvoll vermittelte Stargast und Beststellerautor Marcus Wadsak bei der 5. Kremser Klimakonferenz im Schulzentrum den aktuellen Wissensstand zum Klimawandel. Anhand anschaulicher Beispiele verdeutlichte er, wie rasch die Erderwärmung voranschreitet und welche Folgen bereits heute spürbar sind. Weniger Emissionen, mehr Grünflächen zur Kühlung, der Ausbau und die verstärkte Nutzung erneuerbarer Energien und ein bewussterer Umgang mit Ressourcen seien entscheidende Schritte, um den Klimawandel noch zu stoppen. „Die ganze Welt leidet unter der Klimakrise und sie kostet schon viel zu vielen Menschen das Leben“, so der ORF-Meteorologe. Dabei betonte der Experte, dass jede und jeder Einzelne einen Beitrag leisten könne. Sein eindringlicher Appell: „Wir sind die erste Generation, die die Folgen des Klimawandels spürt, und die letzte, die noch dazu beitragen kann, die Kurve zu kriegen.“ Für das Klimaschutz-Engagement der Stadt Krems fand der Klimaexperte mehrfach lobende Worte: „Krems macht seit vielen Jahren sehr viel richtig. Hier wird wirklich gehandelt.“ 

Krems setzt auf konkrete Maßnahmen
Bürgermeister Peter Molnar stellte die Klimastrategie der Stadt vor. Ziel sei es, Krems bis 2030 energieautark zu machen und die benötigte Energie selbst vor Ort zu erzeugen. Bis 2040 solle die gesamte Stadt klimaneutral sein. „Jede Entscheidung in der Stadt ist klimarelevant. Deshalb versuchen wir, bei allen Vorhaben die bestmögliche Lösung für den Klimaschutz zu finden“, betonte der Stadtchef. Eine wichtige Grundlage dafür bildet das Klimarelevanztool, mit dem Gemeinderatsbeschlüsse vorab auf ihre Auswirkungen auf das Klima geprüft werden. Zu den vorgestellten Maßnahmen zählten die klimafitte Umgestaltung von Hohem Markt, Dreifaltigkeitsplatz und Hafnerplatz, die Initiative „Kremser Klimabaum“ sowie die Grätzlprojekte zur Bürgerbeteiligung. Als wichtige Projekte im Bereich Mobilität nannte Molnar die Einführung eines digitalen Parkleitsystems, den E-Gemeindebus Egelsee und das landesweit erste elektrisch betriebene Tanklöschfahrzeug für die Feuerwehr Krems. „Wir machen wirklich sehr viel“, betonte Molnar. Aktuell sei die Umstellung der Stadtbusse auf Elektroantrieb in Vorbereitung.

Klimabüro als zentrale Anlaufstelle
Bei der Konferenz präsentierte sich auch das personell verstärkte Klimabüro Krems. Das mittlerweile dreiköpfige Team koordiniert die Klimaschutzmaßnahmen der Stadt, begleitet Projekte und baut Partnerschaften aus. Büroleiterin Stefanie Widhalm unterstrich dabei auch den wirtschaftlichen Nutzen: „Energiesparen bedeutet auch Kostensparen.“ Projektmanagerin Karoline Nagl gab Einblicke in laufende Projekte, wie den Ausbau von Photovoltaikanlagen und E-Ladeinfrastruktur sowie die energieeffiziente Sanierung städtischer Gebäude. „Wir wollen informieren, inspirieren, motivieren und mit gutem Beispiel vorangehen“, so Nagl.

Direkter Austausch mit Expert:innen
An mehreren Infoständen konnten sich die Besucher:innen der Konferenz direkt mit Fachleuten austauschen. Vertreter:innen der EVN, der Energie- und Umweltagentur des Landes NÖ (eNu), der Kittenberger Gartengestaltung und der Universität für Weiterbildung Krems informierten über erneuerbare Energien, Sanierung, nachhaltigen Konsum, klimafitte Gartengestaltung und aktuelle Forschungsprojekte.

„Mit kleinen Veränderungen einen Beitrag leisten“
Baudirektor Reinhard M. Weitzer zog zum Abschluss der Konferenz Bilanz: „Die Welt verändert sich und wir müssen uns an die neuen Bedingungen anpassen. Schon mit kleinen Veränderungen unserer Lebensweise können wir einen Beitrag leisten.“ Sein Dank galt allen, die sich für ein lebenswertes Krems und eine lebenswerte Zukunft kommender Generationen einsetzen. Durch die Veranstaltung führte Annemarie Litschauer vom Büro für Bürgerbeteiligung der Stadt Krems.

Filmabend zur Einstimmung
Bereits am Vorabend stimmte ein Filmabend im Service Center Bauen auf die Klimakonferenz ein. Gezeigt wurde die Dokumentation „Requiem in Weiß – Das würdelose Sterben unserer Gletscher“ von Harry Putz. Der Film dokumentiert an mehreren Gletschern in Österreich, Deutschland und der Schweiz das Schwinden des alpinen Eises und löste auch unter dem Kremser Publikum Betroffenheit aus. Im Anschluss an die 60-minütige Dokumentation führte Baudirektor Reinhard M. Weitzer ein Podiumsgespräch mit Liliana Dagostin (Leiterin der Abteilung für Raumplanung und Naturschutz beim Alpenverein Österreich) und Claudia Bauer-Krösbacher (Leiterin des Instituts für Tourismus und Marketing am IMC Krems).

Führung durchs Biomassekraftwerk
Kurz vor der Klimakonferenz bestand die Möglichkeit, das Biomasseheizkraftwerk der EVN in Krems zu besichtigen. 25 Teilnehmer:innen nutzten die Gelegenheit, hautnah zu erleben, wie Naturwärme, Naturstrom oder Naturkälte entsteht. Mehr als 15.000 Haushalte können von diesem Heizkraftwerk mit Ökostrom und bis zu 30.000 Haushalte mit Fernwärme versorgt werden. 

Mehr Informationen: www.krems2030.at und www.krems-klima.at

 

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