Mehr Sicherheit im Straßenverkehr, moderne Infrastruktur und Verbesserungen in der Abfallwirtschaft: Mit mehreren aktuellen Beschlüssen setzt die Stadt Krems gezielte Maßnahmen um, die den Alltag der Kremser:innen spürbar verbessern.
Straßenbau: Mehr Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer:innen
Sanierungsarbeiten An der Schütt / Dr.-Franz-Wilhelm-Straße
Die Mandatar:innen haben einstimmig mehrere Straßenbauprojekte auf den Weg gebracht, um sanierungsbedürftige Verkehrsflächen zu erneuern und neuralgische Punkte im Straßennetz zu verbessern. Im Bereich An der Schütt / Dr.-Franz-Wilhelm-Straße wird ein neuer Kreisverkehr inklusive Werkseinfahrt zur voestalpine Krems GmbH errichtet. Dieser soll den Verkehrsfluss für alle Verkehrsteilnehmer:innen verbessern und die Sicherheit erhöhen. Insbesondere können künftig auch Sondertransporte den Kreisverkehr ungehindert passieren.
Im Zuge des Projekts entstehen zudem zwei neue Bushaltestellen sowie ein durchgehender, ringsum geführter Gehsteig. Die Arbeiten beginnen voraussichtlich ab Mitte Februar und sollen bis Ende Juni abgeschlossen sein.Die Gesamtkosten für die Errichtung des neuen Kreisverkehrs belaufen sich laut Kostenvoranschlag der ausführenden Firma PORR BAU GmbH auf 840.000 Euro. Der Vertragspartner voestalpine Krems beteiligt sich mit einem Einmalbetrag.
Auch im Seilerweg sind Sanierungsarbeiten geplant
Der Geh- und Radweg zwischen Ufergasse und Mühlhofstraße wird auf einer Länge von rund 450 Metern erneuert und erhält eine neue Asphaltdecke. Der bestehende Belag ist sanierungsbedürftig und wird daher auf einer Breite von rund drei Metern abgefräst und neu asphaltiert. Die Maßnahme bringt eine deutliche Verbesserung für alle, die im Seilerweg täglich zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs sind. Dabei werden keine zusätzlichen Flächen versiegelt. Die Kosten für die Sanierung belaufen sich laut Kostenvoranschlag auf 140.000 Euro.
In der Herzogstraße stehen umfassende Sanierungsarbeiten an
Der Abschnitt zwischen Hafnerplatz und Dachsberggasse wird auf einer Länge von rund 85 Metern grundlegend erneuert. Die Fahrbahn befindet sich auch in einem sanierungsbedürftigen Zustand und erhält eine neue Asphalttrags- und Deckschicht. Im Vorfeld der Oberflächensanierung werden außerdem die darunterliegenden Leitungen – darunter Strom-, Wasser- und Beleuchtungsleitungen sowie Kabel-TV – erneuert. Im Zuge der Arbeiten wird auch die Entwässerung verbessert, die Entwässerungsrinne wird künftig mittig in der Fahrbahn geführt. Die Maßnahmen erfolgen abgestimmt mit weiteren Bauarbeiten im angrenzenden Bereich rund um den Hafnerplatz. Die Gesamtkosten für die Sanierung der Herzogstraße belaufen sich laut Kostenvoranschlag auf 270.000 Euro.
Hafen Krems: Sanierung der Kaimauer Süd
Auch für den Industriehafen Krems wurden wichtige Maßnahmen einstimmig beschlossen. Die Kaimauer Süd wird teilsaniert, um die Sicherheit und Funktionsfähigkeit dieses zentralen Wirtschaftsstandorts langfristig zu sichern. Untersuchungen haben ergeben, dass die Kaimauer durch die jahrelange Beanspruchung beim Anlegen von Schiffen und durch den Ladebetrieb Schäden aufweist, die nun behoben werden müssen. Die Arbeiten werden zeitlich so koordiniert, dass sie mit bestehenden Sperren – insbesondere der jährlichen Schleusensperre auf der Donau – optimal abgestimmt sind und der Hafenbetrieb möglichst wenig beeinträchtigt wird. Die Sanierung wird von der Firma Franz Schütz GmbH durchgeführt. Die Auftragssumme beträgt rund 145.600 Euro.
Nachhaltiger sammeln: Glasentsorgung wird moderner
Ein weiterer einstimmiger Beschluss betrifft die Umstellung der Glas-Sammlung von Schütt- auf ein modernes Hubsystem, die im Laufe dieses Jahres umgesetzt wird. Damit wird die Glasentsorgung künftig leiser, effizienter und umweltfreundlicher. Durch weniger Entleerungsfahrten sinken der Verkehrsaufwand und die CO₂-Emissionen, zugleich reduziert sich die Lärmbelastung für Anrainer:innen deutlich. Auch das Erscheinungsbild der Sammelstellen wird durch einheitliche Behälter aufgewertet. Die bestehenden Sammelplätze bleiben größtenteils erhalten, einzelne Standorte werden neu geordnet und besser erreichbar gestaltet. Behälter, die sich derzeit in Müllräumen von Mehrparteienhäusern befinden, werden auf nahegelegene Sammelstellen zusammengelegt. Dadurch entstehen rund zehn neue, gut erreichbare Sammelstellen im Stadtgebiet. Durch die Zusammenarbeit mit der Austria Glas Recycling AG (AGR) bei der Umstellung ergeben sich für die Stadt jährliche Erlöse von rund 30.000 Euro. Für das neue System werden 90 moderne Glasbehälter angeschafft. Diese werden von der Geschützten Werkstätte Wiener Neustadt für 1.395 Euro pro Stück geliefert.