Mehr Eindrücke in der Fotogalerie
Im Rahmen einer Feierstunde im Kremser Rathaus würdigten zahlreiche Wegbegleiter:innen die Leistungen des ehemaligen Kommunalpolitikers. Bürgermeister Peter Molnar hob Wolfgang Chaloupeks herausragende Verdienste um die Stadt Krems hervor. Insbesondere die konsequente Sanierung des Stadthaushalts habe die finanzielle Handlungsfähigkeit der Stadt nachhaltig gestärkt. Der Schuldenstand konnte von rund 160 Millionen Euro im Jahr 2012 auf etwa 40 Millionen Euro im Jahr 2024 reduziert werden – eine Entwicklung, die Molnar als das „Wunder von Krems“ bezeichnete. „Wolfgang Chaloupek hat sein umfassendes Wissen über Jahrzehnte in den Dienst unserer Stadt gestellt. Sein Einsatz für solide Stadtfinanzen wirkt bis heute nach. Die enormen Einsparungen der vergangenen Jahre ermöglichen es uns, jetzt wieder massiv zu investieren. Dafür können wir ihm gar nicht oft genug danken“, würdigte Bürgermeister Peter Molnar die Verdienste des ehemaligen Stadtrats und überreichte ihm die Wappenplakette 1463 in Gold.
„Entscheidende Weichen gestellt“
Auch Finanzstadtrat Helmut Mayer, der Wolfgang Chaloupek 2017 in dieser Funktion nachfolgte und die Feierstunde eröffnet hatte, fand anerkennende Worte für seinen Vorgänger. Er bezeichnete den ausgebildeten Forst- und Volkswirt als treibende Kraft und Motor der erfolgreichen Entschuldung der Stadt. „Wolfgang Chaloupek hat mit der Einführung eines professionellen Finanzcontrollings entscheidende Weichen für die wirtschaftliche Entwicklung unserer Stadt gestellt. Dass Krems heute finanziell so gut dasteht, ist zu einem großen Teil sein Verdienst“, betonte Mayer.
33 Jahre im Dienst der Stadt Krems
Wolfgang Chaloupek wurde 1947 in Gmünd geboren und lebt seit 1979 in Krems. Von 1984 bis 2017 gehörte er 33 Jahre dem Kremser Gemeinderat an, davon 27 Jahre als Stadtrat. 17 Jahre lang war er als Stadtrat für das damalige städtische Krankenhaus zuständig. In seine Amtszeit fielen bedeutende medizinische und infrastrukturelle Erweiterungen, darunter der Ausbau der Urologie, der Physiotherapie und der Radiologie, die Anschaffung moderner Computer- und Magnetresonanztomographen sowie die Einrichtung der Herzangiographie und der Strahlentherapie. Damit wurden wesentliche Grundlagen für die Weiterentwicklung des Krankenhausstandorts Krems geschaffen.
Vom Forstexperten zum Finanzstrategen
Nach der Übernahme des Krankenhauses durch das Land Niederösterreich widmete sich Chaloupek verstärkt der städtischen Finanzpolitik. Auf seine Initiative wurde ein operatives Budget- und Finanzcontrolling eingerichtet, das eine systematische Überwachung und Steuerung des Stadthaushalts ermöglichte. Darüber hinaus war er langjähriger Vorsitzender des Beirats der Kremser Immobiliengesellschaft sowie der städtischen Disziplinarkommission. Beruflich war Chaloupek für die Österreichischen Bundesforste tätig und wurde dort unter anderem zum Leiter des Projektes Operatives Controlling ernannt. Begonnen hatte er seine Karriere als Forstingenieur im damals neugeschaffenen Standort der Bundesforste in Krems-Gneixendorf.
Dankbarer Rückblick auf bewegte Jahrzehnte
In seiner Dankesrede blickte Wolfgang Chaloupek auf seine 33-jährige kommunalpolitische Tätigkeit zurück. Besonders erinnerte er an die Modernisierung des Kremser Krankenhauses und die Einführung des Finanzcontrollings. Er berichtete auch von seinem beruflichen Engagement bei den Österreichischen Bundesforsten, wo es ihm im Jahr 2000 gelang, den Standort des großen niederösterreichischen Forstbetriebs in Krems zu sichern. Mit persönlichen Erinnerungen und humorvollen Anekdoten ließ Chaloupek seine politische und berufliche Laufbahn Revue passieren. Unter den Ehrengästen befanden sich neben Mitgliedern der Familie Chaloupek auch der ehemalige Ärztliche Direktor des Universitätsklinikums Krems, Gerhard Kronik. Außerdem der frühere Kremser Vizebürgermeister und Nationalratsabgeordnete sowie heutige Präsident der Volkshilfe Österreich, Ewald Sacher, der Wolfgang Chaloupek vor rund 40 Jahren motiviert hatte, sich in der Kommunalpolitik zu engagieren.