Weltweit sind rund 130 Millionen Mädchen und junge Frauen vom Schulbesuch ausgeschlossen oder haben keinen Zugang zu Ausbildung und Beschäftigung. Besonders schwierig ist die Situation in Südasien und Teilen Afrikas. Doch auch in westlichen Ländern sind Mädchen und junge Frauen mit besonderen Herausforderungen konfrontiert. Dazu zählen sexistische Kommentare, Gewalt, sexuelle Belästigung im Internet und ein erhöhtes Armutsrisiko durch wirtschaftliche Krisen. Rund um den Internationalen Mädchentag setzten der Verein Impulse Krems und die Kremser Soroptimistinnen daher verschiedene Initiativen, um auf Benachteiligungen aufmerksam zu machen und Mädchen in ihrem Selbstbewusstsein und ihrer Selbstbestimmung zu stärken.
Am Kremser Bahnhofplatz verteilten Vertreterinnen beider Organisationen Infomaterial und Stofftaschen mit der Aufschrift „Respekt – immer tragbar“ und machten so auf Diskriminierung und den Schutz vor Gewalt aufmerksam. Bei mehreren Selbstverteidigungskursen in und um Krems lernten Mädchen, selbstbewusst aufzutreten, ihre Grenzen zu erkennen und sich zu behaupten. Auch zahlreiche Jugendliche aus mittleren und höheren Schulen beschäftigten sich in Workshops mit den Rechten und Herausforderungen von Mädchen und jungen Frauen. Dabei gestalteten sie auf Transparenten kreative und farbenfrohe Botschaften gegen Diskriminierung und Gewalt sowie für mehr Respekt und Gleichberechtigung.
Den Höhepunkt der Veranstaltungsreihe bildete die Eröffnung der Transparent-Ausstellung in der Kremser Fußgängerzone. Die von Jugendlichen gestalteten Transparente sind dort noch bis 2. November zu sehen. Sie machen auf die Anliegen von Mädchen und jungen Frauen aufmerksam und laden Passant:innen dazu ein, über Gleichberechtigung und ein respektvolles Miteinander nachzudenken. Die zentrale Botschaft: Gleichberechtigung ist kein Privileg, sondern ein universelles Menschenrecht.