„Die Betriebsansiedelungen in der Stadt Krems haben 2025 einen Rekordwert erreicht und mit den adaptierten Wettbewerbsbedingungen erwarten wir weitere innovative Neuansiedelungen im gesamten Altstadtgebiet“, betont Bürgermeister Peter Molnar. Ursprünglich sah der Gemeinderatsbeschluss für den durch die Stadtmarketing Krems GmbH durchgeführten Start-up-Wettbewerb eine Förderung von 6.000 Euro für maximal sechs Preisträger:innen vor. Die finanzielle Unterstützung des Start-up-Wettbewerbs wurde unter anderem für innovative Betriebsansiedlungen im Bereich der Unteren Landstraße sowie unter der Begründung der Kommunalsteuerpflicht mit Aufrechterhaltung des Betriebes für zumindest drei Jahre zugesichert. „Diese Kriterien waren politisch klar definiert und sollten eine gezielte Belebung eines sensiblen Altstadtbereichs ermöglichen“, erläutert Vizebürgermeister Florian Kamleitner.
Im Zuge der praktischen Umsetzung wurden durch das Stadtmarketing einzelne Elemente dieser Vorgaben adaptiert, jedoch nicht in allen Punkten vollständig mit der Förderzusicherung laut dem ursprünglichen Gemeinderatsbeschluss in Einklang gebracht. „Der Kontrollbericht zeigt nachvollziehbar auf, wo es unterschiedliche Auslegungen gegeben hat und wo künftig klare Trennlinien notwendig sind“, so Kamleitner weiter. Bisher wurden vier Projekte mit Preisgelder in Höhe von jeweils 3.000 Euro prämiert. Insgesamt wurden durch das Stadtmarketing 18.000 Euro ausbezahlt, davon wurden 6.000 Euro wieder zurückerstattet. Dabei ist ausdrücklich festzuhalten, dass bislang keine Zahlungen durch die Stadt Krems an die Stadtmarketing Krems GmbH erfolgt sind.
Stadtmarketing-Geschäftsführer Horst Berger betont die Lehren aus dem Prozess: „Der Wettbewerb hat gezeigt, wie groß das Interesse an einer Unternehmensgründung in der Altstadt ist. Gleichzeitig war klar, dass wir die Förderlogik schärfen und transparenter gestalten müssen.“ Die Kriterien für den Erhalt der Förderung seien bekannt gewesen, die nunmehrige Neuausrichtung erfolge bewusst in enger Abstimmung mit der Politik.
Bis Mitte März Förderanträge einreichen
Auf Basis dieser Erkenntnisse kann der Wirtschaftsförderungswettbewerb mit den bereits kommunizierten Wettbewerbskriterien fortgeführt und letztlich durch die Stadt Krems gefördert werden – klargestellt wurde, dass Vereine in Zukunft jedoch keine Prämierung aus dem Wirtschaftsförderungs-Wettbewerb erhalten können. Für Unternehmer und Gemeinderat Dominic Heinz ist die Fortführung unter den bereits beworbenen Wettbewerbsbedingungen wichtig: „Für Gründerinnen und Gründer ist Transparenz entscheidend. Dass klar geregelt wurde, wer unter welchen Voraussetzungen gefördert wird, schafft Vertrauen und Planungssicherheit.“
Der Wettbewerb läuft jetzt noch bis 13. März, bis dahin können alle interessierten Unternehmen Förderanträge einbringen. Eine bekannte Jury trifft anhand der aktualisierten Vorgaben aus dem Gemeinderat ihre Entscheidung über eine etwaige Förderung.
Infos: www.stadtmarketing-krems.at/wirtschaft/start-up-wettbewerb