Der neue Taubenschlag entsteht im Dachgeschoß des städtischen Parkdecks Ost. Dort wird ein rund 25 Quadratmeter großer, geschützter und verschließbarer Raum errichtet, der von den Tauben durch zwei Öffnungen angeflogen werden kann. Nach intensiven Vorbereitungen steht das Projekt nun vor der Umsetzung. Im künftigen Taubenschlag finden die Tiere einen festen Rückzugsort, an dem sie artgerecht gefüttert und betreut werden. Zur Regulierung der Population werden gelegte Eier durch Gipsattrappen ersetzt. Gleichzeitig sollen die Bindung der Tiere an den Taubenschlag und die gezielte Fütterung dazu beitragen, die Verschmutzung von Straßen und Plätzen durch Taubenkot zu verringern.
Projekt verbindet gleich mehrere Interessen
„Mit dem betreuten Taubenschlag setzen wir auf eine nachhaltige Lösung, die Tierschutz und die Interessen der Stadt miteinander verbindet. Ziel ist ein verantwortungsvoller Umgang mit den Tieren und gleichzeitig mehr Sauberkeit im öffentlichen Raum. Mein Dank gilt seitens des Magistrats KIG-Geschäftsführer Hannes Zimmermann und Amtstierarzt Thorben Rahlves, die mit ihrem Fachwissen und Engagement an der Umsetzung dieses Projekts mitwirken“, betont Bürgermeister Peter Molnar. „Für mich ist dieser Taubenschlag ein echtes Herzensprojekt. Der Weg dorthin war nicht immer einfach und mit einigen Hürden verbunden. Umso mehr freut es mich, dass wir jetzt gemeinsam eine nachhaltige Lösung auf den Boden bringen“, erklärt der für Tierschutz zuständige Stadtrat Christoph Hofbauer. „Das ist gelebter Tierschutz mit Hausverstand: Wir helfen den Tieren und verbessern gleichzeitig die Situation für die Menschen in unserer Stadt“, so Hofbauer weiter.
Zusammenarbeit für nachhaltige Lösung
Das Projekt wurde in enger Abstimmung zwischen den zuständigen Stellen des Magistrats und der Stadttaubenhilfe Krems vorbereitet. Besonderer Dank gilt Sarah Weninger, die mit viel persönlichem Einsatz und Fachwissen den Verein Stadttaubenhilfe Krems gegründet hat und den Taubenschlag auch betreuen wird. Die medizinische Versorgung übernimmt Amtstierarzt Thorben Rahlves. Mit dem neuen Taubenschlag sollen die unterschiedlichen Anforderungen von Tierschutz, Stadtsauberkeit und Gebäudeschutz miteinander verbunden werden. „Am Ende profitieren alle: Die Taubenpopulation kann kontrolliert und gesund gehalten werden, öffentliche Plätze werden sauberer und unsere Gebäudesubstanz wird geschützt. Genau diese Win-win-Situation für Mensch und Tier war von Anfang an unser Ziel“, erklärt Stadtrat Hofbauer abschließend.