Im September 2025 fand die erste Teilprämierung von fünf ausgewählten Ideen statt. Aufgrund der hohen Nachfrage und der großen Anzahl an Einreichungen wurde das Projekt verlängert. Einreichungen waren daraufhin bis zum 13. März 2026 möglich. Mit diesem Stichtag wurde das Projekt offiziell abgeschlossen. Insgesamt wurden zwölf Ideen mit einer Förderung ausgezeichnet.
Der Gesamtförderbetrag belief sich auf 36.000 Euro, die unter den Preisträgerinnen und Preisträgern aufgeteilt wurden. Besonders erfreulich ist, dass aus sämtlichen prämierten Projekten nachhaltige Geschäftstätigkeiten entstanden sind – ein starkes Zeichen für die Qualität und Umsetzbarkeit der eingereichten Ideen. Durch die eigenständige Organisation konnte das Projekt zudem äußerst kosteneffizient realisiert werden. Die ausgezeichneten Projekte spiegeln die Vielfalt des Wirtschaftsstandorts wider: Unter den Preisträger:innen finden sich Konzepte aus Gastronomie, Handwerk, Mode, Handel sowie weiteren Dienstleistungsbereichen – ein ausgewogener Branchenmix, der zur nachhaltigen Belebung der Innenstadt beiträgt.
Aktuelle Kennzahlen unterstreichen zudem die positive Entwicklung des Wirtschaftsstandorts Krems: Mit insgesamt 227 Shops und rund 26.200 Quadratmetern Verkaufsfläche zeigt sich eine lebendige Handelsstruktur. Besonders hervorzuheben ist jedoch die äußerst niedrige Leerstandsquote von lediglich 5,1 Prozent in der Altstadt bzw. sogar nur 4 Prozent in den Toplagen (A-Lage). Damit erreicht Krems im österreichweiten Vergleich einen Spitzenwert und zählt zu den attraktivsten Einkaufsinnenstädten des Landes.
„Dieser Wettbewerb zeigt deutlich, dass Krems ein attraktiver Wirtschafts- und Lebensstandort ist. Zahlreiche Maßnahmen – von der Umgestaltung der unteren Landstraße über neue Begegnungszonen bis hin zu gezielten Geschäftsansiedelungen – tragen maßgeblich zu einer belebten Altstadt bei. Wichtig ist, dass wir Projekte ganzheitlich denken: Infrastruktur, Förderung und ein lebendiges Stadtleben greifen ineinander“, betont Bürgermeister Peter Molnar.
„Die Kombination aus gezielter Förderung, professioneller Begleitung und einer starken Innenstadt macht dieses Projekt zu einem echten Erfolgsmodell. Förderungen schaffen den notwendigen Rahmen – den eigentlichen Mehrwert gestalten die Unternehmerinnen und Unternehmer selbst“, ergänzt Vizebürgermeister Florian Kamleitner.
Auch aus Sicht des Stadtmarketings zeigt sich der nachhaltige Effekt des Projekts: „Die große Bandbreite der ausgezeichneten Geschäftsideen – von Gastronomie über Handwerk bis Mode und Handel – unterstreicht, wie wichtig Vielfalt für eine funktionierende Innenstadt ist“, so Horst Berger.
Holger Lang-Zmeck von der Wirtschaftskammer Niederösterreich hebt die Signalwirkung des Projekts hervor: Der Wettbewerb setze wichtige Impulse und zeige klar, dass Gründerinnen und Gründer in Krems willkommen sind und unterstützt werden. Die Wirtschaftskammer begleitet dabei mit umfassender Beratung – von der Gründung bis zur Weiterentwicklung bestehender Betriebe.
Stefan Taglieber von Astoria Steuerberatung unterstreicht die wirtschaftliche Perspektive: Eine gute Geschäftsidee sei der Ausgangspunkt, entscheidend sei jedoch die konkrete Ausarbeitung und nachhaltige Umsetzung. Struktur, Planung und betriebswirtschaftliche Begleitung seien zentrale Erfolgsfaktoren.
Die Sicht der Unternehmer:innen selbst bestätigt die Attraktivität des Standorts: Einer der Preisträger, Rudolf Riegler, betont: „Ich bin sehr froh, Teil dieses Projekts zu sein. Die Unterstützung durch Stadt, Wirtschaftskammer und Partner:innen war von Anfang an sehr konstruktiv. Gerade in der Startphase ist es entscheidend, sowohl finanziell als auch beratend begleitet zu werden.“ Gleichzeitig hebt er hervor, dass die Wiederbelebung der Innenstadt auch gesellschaftlich von großer Bedeutung sei – insbesondere durch neue Treffpunkte und lebendige Gastronomieangebote.
Unter den Preisträger:innen finden sich insgesamt zwölf Projekte aus unterschiedlichen Bereichen: Boutique No. 21 Krems von Jasmina Celovic, Blue Vanilla von Michael Biedermann, Blackbelt Kampfkunst UNION Krems, Flamingo Camp & Water Solutions e.U. von Sükrü Senkal, Apapika Krems von Karim Rihan, Caffé Bar Centrale von Mag. Rudolf Riegler, Concept Store La Elisa von Sabine Elisabeth Pirkner, Das Lesehaus von Claudia Skopal, der Frische-Pasta-Laden von Doris Wasserburger, Friseurin Babsi von Barbara Stierschneider, Isabella Cech Design von Isabella Cech sowie die Schuhboutique Johann Maier von Christian Gschwandtner – ein breites Spektrum, das die Vielfalt und Zukunftsfähigkeit des Standorts Krems unterstreicht.
Aufgrund der positiven Ergebnisse sind bereits weitere Umsetzungen und zukünftige Wettbewerbe in Planung, um den Wirtschaftsstandort Krems weiterhin gezielt zu stärken und innovative Ideen zu fördern.