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Als Sternenkinder werden Kinder bezeichnet, die während der Schwangerschaft, bei der Geburt oder kurz danach verstorben sind. Der neue Sternengarten am Friedhof Krems soll betroffenen Eltern und Familien einen würdevollen Ort bieten, an dem sie ihrer Kinder gedenken können. Den Anstoß für das Projekt gab Stationsleiterin Katrin Böhm vom Universitätsklinikum Krems. Maßgeblich initiiert wurde die Umsetzung von Lisa Dworschak, Mitarbeiterin der Bestattung und Friedhofsverwaltung Krems. Sie brachte den Wunsch nach einem dauerhaften Erinnerungsort für betroffene Familien bei der Stadt Krems ein und koordinierte das Projekt gemeinsam mit zahlreichen Partner:inen. Die Errichtung des Sternengartens konnte dank der großzügigen Unterstützung vieler Spender:innen größtenteils aus Spendengeldern finanziert werden. „Mit dem Sternengarten haben wir eine Gedenkstätte geschaffen, die mehr sein soll als ein Ort der letzten Ruhe. Es soll ein Platz sein, an dem Eltern ihren Sternenkindern nahe sein können – ein Platz für Erinnerungen und Gedenken, auch an all jene Kinder, die vielleicht schon vor vielen Jahren gegangen sind und trotzdem niemals vergessen worden sind“, so Lisa Dworschak bei der Eröffnungsfeier.
Umgang mit Sternenkinder heute deutlich würdevoller
Vizebürgermeisterin Eva Hollerer hob die gesellschaftliche Bedeutung des Sternengartens hervor. Als diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegerin verwies sie darauf, dass der Umgang mit Sternenkindern seit den 1980er Jahren einen tiefgreifenden Wandel erfahren habe. Heute sei allgemein anerkannt, welche schweren seelischen Belastungen der Verlust eines Kindes für Eltern und Familien mit sich bringe. Der Sternengarten sei ein wichtiger Puzzlestein in einem Netzwerk aus Medizin, Pflege, Hebammen, Psycholog:innen und vielen weiteren engagierten Menschen, die Familien in dieser schwierigen Situation begleiten, betonte Hollerer. Abschließend dankte Hollerer allen Beteiligten – insbesondere dem Universitätsklinikum Krems, dem Verein Sternenkinder, Initiatorin Lisa Dworschak, dem Wirtschaftshof, der Bestattung Krems sowie allen Unterstützer:innen –, die den Sternengarten mit großem Engagement verwirklicht haben.
Zahlreiche Kooperationen und Unterstützer:innen
„Der Sternengarten soll Eltern und Angehörigen einen geschützten Ort des Gedenkens, der Ruhe und der Erinnerung bieten“, erklärt auch Kornelia Ankerl, Leiterin der Bestattung und Friedhofsverwaltung der Stadt Krems. Sie dankte insbesondere dem Wirtschaftshof der Stadt Krems, der Firma Grabkult, der Firma Steintechnik Anmasser sowie Trauerwaren Dirnberger, die das Projekt mit ihrem Engagement und ihrer fachlichen Unterstützung wesentlich unterstützt haben. Im Rahmen des Projekts entstanden darüber hinaus zahlreiche Kooperationen mit dem Universitätsklinikum Krems, dem Verein Sternenkinder, Schulen, Vereinen und vielen engagierten Menschen, die das Thema sichtbar machen und betroffene Familien unterstützen möchten. Mit dem neuen Sternengarten verfügt die Stadt Krems nun über einen würdevollen Erinnerungsort, der Raum für Trauer, Hoffnung und stille Begegnung bietet.