Die Ausstellung greift das Bild eines Marktes als Ort der Begegnung auf. Unterschiedliche Stände, Waren und Menschen kommen dort zusammen, Gespräche entstehen, Perspektiven treffen aufeinander. Dieses Prinzip überträgt Kerstin Wiesmayer auf ihre künstlerische Arbeit: Die gezeigten Objekte stehen jeweils für sich und bilden zugleich ein sorgfältig komponiertes Ganzes. Im Mittelpunkt steht dabei das Verbindende zwischen Menschen und Dingen – jenes Dazwischen, das sich nicht eindeutig erklären lässt und Raum für individuelle Interpretationen eröffnet.
In ihrer künstlerischen Praxis beschäftigt sich Wiesmayer mit Orten und Dingen sowie deren vergangener oder aktueller Nutzung. Für die Ausstellung im Rathausfoyer nimmt sie Bezug auf die Geschichte des Rathauses als Ort gesellschaftlicher Verhandlung und früheren Marktplatz. Die Werke bleiben bewusst offen in ihrer Bedeutung und regen dazu an, miteinander ins Gespräch zu kommen. Gemeinschaft entsteht dort, wo Unterschiedliches nebeneinander bestehen und miteinander in Beziehung treten kann. Die von Kulturgemeinderätin Elisabeth Kreuzhuber initiierte Reihe „SPOT ON“ präsentiert regelmäßig künstlerische Positionen von Kremser:innen im Rathausfoyer. „Es ist mir ein zentrales Anliegen, im Rathausfoyer einen Zugang zu Kunst zu ermöglichen und regelmäßig Kremser Talente vorzustellen, damit sowohl Bürgerinnen und Bürger als auch Besucherinnen und Besucher die Vielfalt der Kremser Kunstschaffenden kennenlernen können“, betont Kulturgemeinderätin Elisabeth Kreuzhuber.
Die Ausstellung „Markthalle“ ist bis Mitte Oktober 2026 im Kremser Rathausfoyer bei freiem Eintritt zu sehen.
Geöffnet ist Montag bis Donnerstag von 8 bis 16 Uhr sowie Freitag von 8 bis 12 Uhr.
Zur Person
Kerstin Wiesmayer lebt in Krems und verbindet in ihrem beruflichen Wirken Kunst und Beratung. In ihrer künstlerischen Arbeit interessieren sie handwerkliche Prozesse, Materialität und jene Momente, in denen aus dem bloßen Betrachten eines Objekts eine konkrete Handlung entsteht. Darüber hinaus ist sie Jugendkulturkoordinatorin der Stadt Krems und begleitet im Rahmen des Programms „Bright Young Things“ junge Kreative zwischen 14 und 27 Jahren bei der Umsetzung ihrer Projekte.