Die Reihe SPOT ON bietet Kremser Kunstschaffenden die Möglichkeit, ihre Arbeiten einem breiten Publikum zu präsentieren und Kunst direkt im öffentlichen Raum erlebbar zu machen. Kerstin Wiesmayer hat mit ihrem Titel „Markthalle“ den historischen Bezug aufgegriffen. Das Rathaus ist seit Jahrhunderten ein Ort gesellschaftlicher Verhandlungen und wurde auch eine Zeit lang als Markthalle genutzt. „Mit der Reihe SPOT ON möchten wir Kremser Kunstschaffenden eine Bühne im Herzen der Stadt bieten und unsere Wertschätzung für das große kreative Potenzial in Krems zum Ausdruck bringen. Gleichzeitig schaffen wir einen Ort, an dem Menschen, die Kunst vielleicht nicht bewusst suchen, mit ihr in Berührung kommen, neugierig werden und miteinander ins Gespräch treten können“, betonte Kulturgemeinderätin Elisabeth Kreuzhuber bei der Vernissage.
In ihrer Ausstellung setzt sich Kerstin Wiesmayer mit den Verbindungen zwischen Menschen, Dingen und Orten auseinander. Die ausgestellten Werke laden dazu ein, unterschiedliche Sichtweisen wahrzunehmen und miteinander ins Gespräch zu kommen. „Es ist schön zu beobachten, wie die Werke nicht nur die Besucherinnen und Besucher, sondern auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Hauses zum Hinschauen, Nachdenken und Diskutieren anregen. Genau dieser Austausch macht Kunst lebendig“, sagte Präsidialamtsleiterin Rosemarie Bachinger.
Die Eröffnungsrede hielt die Autorin und Kulturvermittlerin Claudia Skopal. Sie hob die Offenheit der künstlerischen Arbeiten hervor und verwies auf die Rolle der Betrachtenden. „Kunst entsteht nicht nur im Atelier, sondern setzt sich in den Gedanken der Betrachterinnen und Betrachter fort. Die Werke von Kerstin Wiesmayer bleiben in Bewegung, solange sie Menschen begegnen und neue Perspektiven eröffnen“, so Skopal.
Die Künstlerin selbst gewährte Einblicke in ihren Arbeitsprozess, der von Alltagsbeobachtungen, Fundstücken und einem bewussten Umgang mit Materialien geprägt ist. „Mich interessiert das Verbindende zwischen Menschen, Dingen und Orten. Viele meiner Arbeiten entstehen aus Alltagsbeobachtungen und Fundstücken. In der Ausstellung werden sie in einen neuen Zusammenhang gestellt und laden dazu ein, miteinander ins Gespräch zu kommen“, erklärte Wiesmayer. Ihre Werke sind noch bis Mitte Oktober während der Amtszeiten im Rathausfoyer der Stadt Krems zu sehen. Der Eintritt ist frei.