„Für das Kind“ eine Ausstellung, die Emotionen weckt und nachdenklich macht. Rund 10.000 überwiegend jüdische Kinder konnten während der NS-Zeit aus Deutschland, Österreich, der ehemaligen Tschechoslowakei und Polen nach Großbritannien fliehen. Sie überlebten dank der Voraussicht ihrer Eltern und dem Mut jener Menschen, die ihnen dabei halfen, dem Nazi-Regime zu entfliehen. Mehr als zwei Drittel dieser geflüchteten Kinder sahen ihre Eltern nie wieder. Meist fuhren die Züge mitten in der Nacht ab, nur kurz davor erfuhren die Eltern den Termin und es gab keine Zeit für lange Verabschiedungen. In Österreich startete der erste Kindertransport am 10. Dezember 1938 vom Wiener Westbahnhof nach London.
Die Ausstellung erzählt anhand von Bildern und Infotafeln die Geschichten einzelner Kinder. Fotos zeigen persönliche Gegenstände der Kinder, die meist ihre letzte Erinnerung an ihre Eltern und Geschwister waren. Emotionale Zitate geben Einblick in ihre Erfahrungen von Ausgrenzung, Abschied und Verlust. Zugleich schlägt die Ausstellung eine Brücke zur Gegenwart und regt zur Auseinandersetzung mit Flucht, Verfolgung und den Schicksalen von Kindern in Kriegszeiten an. Die Ausstellung wurde erstmals 2006 im Wiener Nestroyhof (Hamakom) gezeigt und tourt seit 2021 durch verschiedene Ausstellungsräume. Von 15. Oktober bis 30. November ist sie im Kremser Rathausfoyer zu sehen.
Wanderausstellung „Für das Kind“
15. Oktober bis 30. November 2026
Eröffnung: Donnerstag, 15. Oktober, 18 Uhr
Rathausfoyer Krems, Obere Landstraße 4