Den Anfang machte der Wirtschaftshof: Beim früheren mechanischen Tür-Schließsystem ließ sich der Verbleib der Schlüssel zunehmend schwer nachvollziehen. Nach mehreren Einbrüchen in Bildungseinrichtungen weitete die Stadt die digitale Lösung auf Schulstandorte aus. Besonders betroffen war das Schulzentrum, in das innerhalb kurzer Zeit dreimal eingebrochen wurde. Dort kombinierte die Stadt das Schließsystem mit einer internen Alarmüberwachung. Seit der Umstellung gab es im Schulzentrum keine weiteren Einbrüche. „Die Sicherheit der Menschen, die unsere Schulen und Kindergärten täglich nutzen, hat für uns hohe Priorität. Nach den Einbrüchen wollten wir den Schutz unserer Gebäude gezielt verbessern. Die Erfahrungen im Schulzentrum haben uns darin bestärkt, das digitale Schließsystem auch an weiteren Standorten einzusetzen. Es verbindet mehr Sicherheit mit einer einfachen Verwaltung – gerade bei vielen Gebäuden und Nutzerinnen und Nutzer ist das ein großer Vorteil“, sagt Bürgermeister Peter Molnar.
Zutrittsberechtigungen lassen sich rasch vergeben, ändern oder entziehen. Geht ein Zutrittsmedium verloren, muss deshalb kein Schloss ausgetauscht werden. „Gerade an Standorten mit vielen Beschäftigten und wechselnden Zuständigkeiten ist es wichtig, den Zutritt verlässlich und unkompliziert zu regeln“, sagt Karl Rauscher, Bereichsleiter für Facility- und Energiemanagement am Magistrat Krems.
Die Ausgabe der Zutrittsmedien und deren Dokumentation konnten damit weitgehend an einer Stelle gebündelt werden. Einzelne Bereiche verwalten ihre Berechtigungen selbst; das Facilitymanagement unterstützt sie bei technischen Fragen und der Wartung. Das einheitliche System lässt sich zudem für sehr unterschiedliche Zugänge einsetzen, etwa für klassische Eingangstüren, Fluchtwegtüren oder Liftsteuerungen. „Jedes Gebäude stellt andere Anforderungen. Entscheidend ist, dass wir den Zutritt passend zum jeweiligen Standort regeln und Berechtigungen jederzeit anpassen können. So schaffen wir für die Nutzerinnen und Nutzer ein sicheres Umfeld und halten zugleich den Verwaltungsaufwand gering“, erklärt Herbert Varga, Amtsleiter für Facilitymanagement. Die Stadt will weitere geeignete Gebäude schrittweise umstellen.