Das Buch von Stefan Franke versammelt Leser- und Beschwerdebriefe aus den Jahren 1909 bis 1915, die in der Wochenzeitung „Wiener Hausfrau“ erschienen sind. In blumiger Sprache und mit viel Wiener Charme ließ das Bürgertum der damaligen Zeit seinem Ärger freien Lauf – über Hunde im Restaurant, tuschelnde Sitznachbarn im Konzert oder allzu innige Liebespaare in der elektrischen Stadtbahn. Die Texte zeigen, dass Wiener Grant kein modernes Phänomen ist, sondern bereits vor über hundert Jahren mit Leidenschaft gepflegt wurde.
Die Lesung am 5. März bietet eine perfekte Melange aus Wiener Charme und Wiener Grant und verspricht einen ebenso vergnüglichen wie literarischen Abend. Beginn ist um 18 Uhr in der Stadtbücherei. Der Eintritt kostet zehn 10 Euro (7 Euro für Mitglieder der Stadtbücherei), Anmeldung unter buecherei@krems.gv.at.