Mit der Aufnahme in das österreichweite FFG-Programm „Mission Klimaneutrale Stadt – Pionierstadt” wurde Krems in einem kompetitiven Verfahren als eine von elf neuen Vorreiter-Gemeinden im Klimaschutz ausgewählt. Der entsprechende Kooperationsvertrag wurde in der jüngsten Gemeinderatssitzung einstimmig beschlossen.
Damit wird Krems Teil eines österreichweiten Netzwerks von Städten, die Klimaschutz und Klimawandelanpassung systematisch und ambitioniert vorantreiben. Bürgermeister Peter Molnar betont die strategische Bedeutung dieses Schrittes: „Die Auszeichnung als Pionierstadt ist für Krems Bestätigung und Auftrag zugleich. Wir übernehmen Verantwortung – für den Magistrat und unsere Bürgerinnen und Bürger ebenso wie für die kommenden Generationen. Klimaschutz ist kein abstraktes Ziel, sondern eine konkrete Investition in die Lebensqualität, die Standortattraktivität und die Zukunftssicherheit unserer Stadt.“
Maßnahmen mit Wirkung – vom Stadtplatz bis zur Gebäudesanierung
Ein sichtbares Beispiel für die neue Ausrichtung ist die Neugestaltung der „Kremser Plätze“. Nach der Umgestaltung und Begrünung des Hohen Marktes, des Dreifaltigkeitsplatzes startet jetzt die Sanierung und Umgestaltung des Hafnerplatzes. Unter dem Titel „Mehr Grün im Zentrum“ werden seit vier Jahren Plätze in der Innenstadt lebenswerter und klimafit umgestaltet – unter anderem durch zusätzliche Baumpflanzungen, Beschattungselementen und ausreichenden Sitzgelegenheiten.
Klimaschutz verbessert Lebensqualität
Baudirektor Reinhard M. Weitzer unterstreicht den umfassenden Ansatz: „Als Stadt wollen wir zeigen, wie Klimaschutz die Lebensqualität aller, von Bewohner:innen und Besucher:innen direkt verbessert.“ Mit dem Klimaneutralitätsfahrplan werden nun alle strategischen Maßnahmen in den jeweiligen Magistratsbereichen gebündelt. Neben der Umgestaltung öffentlicher Räume umfasst dieser insbesondere die kontinuierliche und umfassende thermische Sanierung städtischer Gebäude nach dem Motto „Im Bestand mit Verstand“. Zu den nächsten wichtigen Projekten zählen der Umbau der Dominikanerkirche von einer Gasdirektheizung zu Biomasse-Nahwärme sowie Ersatz aller noch bestehenden Gasheizungen mit Wärmepumpen bzw. Nahwärme aus dem Biomasseheizkraftwerk der EVN in Krems. Koordiniert werden die Projekte von einem eigenen Klimabüro, das in der Baudirektion angesiedelt wird, und als zentrale interne und externe Schnittstelle fungieren soll.
Neues Klimabüro als Drehscheibe
Die Leitung des neuen Klimabüros übernimmt Stefanie Widhalm, Managerin der Klima- und Energie-Modellregion Krems. „Mit dem Klimakoordinationsbüro schaffen wir eine zentrale Drehscheibe, die Projekte koordiniert, Förderungen optimal nutzt und die Zusammenarbeit mit Wirtschaft und Bevölkerung stärkt“, so Widhalm, „denn Klimaschutz gelingt nur gemeinsam.“ Das FFG-Programm „Mission Klimaneutrale Stadt – Pionierstadt“ unterstützt Krems insbesondere beim Kapazitätsaufbau und beim Management zentraler Projekte in den Themenfeldern Energie, Gebäude, Mobilität, Kreislaufwirtschaft sowie Partizipation und Organisation.
Krems gestaltet heute das Morgen
Mit dem Klimaneutralitätsfahrplan und den insgesamt 47 Pionierstädten im Klimaschutz positioniert sich Krems klar als Vorbild für nachhaltige Stadtentwicklung in Österreich. Die Verbindung aus strategischer Planung, konkreten Projekten und institutioneller Verankerung macht deutlich: Klimaschutz ist in Krems Chefsache und ein Gemeinschaftsprojekt für die gesamte Stadt. „Wir gestalten heute das Morgen“, bringt Bürgermeister Peter Molnar es auf den Punkt. „Krems zeigt, dass ambitionierter Klimaschutz und hohe Aufenthalts- und Lebensqualität ‚Hand in Hand‘ gehen.“Formularende