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Bürgermeister setzt Zeichen für Zusammenhalt
„Religion kann Menschen Halt geben und Brücken bauen. Sie muss aber auch sinn- und friedenstiftend sein. Gerade in einer vielfältigen Stadt wie Krems ist es wichtig, allen Konfessionen und Kulturvereinen mit Respekt zu begegnen“, betonte Bürgermeister Peter Molnar beim Treffen des Interreligiösen Dialogs im Kremser Rathaus. Vertreter:innen zahlreicher Glaubensgemeinschaften folgten der Einladung ins Rathaus, um über Zusammenleben, gegenseitiges Verständnis und gemeinsame Zukunftsprojekte zu sprechen. Viele der Teilnehmenden leben bereits seit Jahrzehnten in Krems und verstehen sich längst als integrierte Kremser:innen.
Regelmäßige Treffen und neue Projekte geplant
Der Bürgermeister sprach sich dafür aus, den interreligiösen Austausch künftig wieder regelmäßig stattfinden zu lassen. Geplant sind jährliche Treffen, bei denen gemeinsame Projekte und Anliegen besprochen werden. Diskutiert wurden unter anderem ein „Tag der offenen Gotteshäuser“, eventuell ein gemeinsames Straßenfest sowie Podiumsdiskussionen mit Jugendlichen. Dabei sollen Fragen wie „Wie geht es jungen Menschen unterschiedlicher Religionen in Krems?“ oder „Gibt es Erfahrungen mit Diskriminierung?“ offen thematisiert werden. Ziel ist es, ein gutes Miteinander weiter zu stärken und gegenseitiges Verständnis zu fördern.
Ehrungen für langjähriges Engagement
Im Rahmen des Treffens wurden Helgard Rodriguez und Maria Mayer-Schwingenschlögl für ihr langjähriges Engagement im Interreligiösen Dialog ausgezeichnet. Bürgermeister Molnar überreichte beiden die Ehrennadel der Stadt Krems in Silber mit Lorbeerkranz. Helgard Rodriguez wurde als Mitinitiatorin und prägende Persönlichkeit des Interreligiösen Dialogs geehrt. Maria Mayer-Schwingenschlögl erhielt die Auszeichnung für ihre jahrzehntelange fachliche Begleitung als Theologin und ihr Engagement seit den Anfängen des Dialogs.
Stimmen aus dem Dialog
„In den vergangenen Jahren konnten wir durch viele Begegnungen Vertrauen aufbauen und Missverständnisse abbauen. Friedliches Zusammenleben entsteht nicht von selbst – wir alle tragen Verantwortung dafür“, sagte Helgard Rodriguez. Besonders wichtig sei ihr, dass der Dialog auch künftig aktiv weiterentwickelt werde und neue Ideen aus den verschiedenen Gemeinschaften eingebracht werden können. Maria Mayer-Schwingenschlögl betonte die Bedeutung eines respektvollen gesellschaftlichen Klimas: „Wir müssen das gute Miteinander bewahren und gleichzeitig klar Haltung gegenüber Extremismus zeigen. Der Austausch zwischen Religionen und Kulturen ist heute wichtiger denn je.“
Zusammenarbeit mit Impulse Krems und NESAK
Organisiert wurde das Treffen gemeinsam mit dem Verein Impulse Krems unter der fachlichen Leitung von Florentina Haziraj (Krems Interkulturell) sowie dem Team NESAK – Niederschwellige Elternarbeit – mit Alice Grubich. Der Verein Impulse begleitet den Interreligiösen Dialog seit vielen Jahren organisatorisch und unterstützt unter anderem Kommunikation, Veranstaltungen und Vernetzung zwischen Religionsgemeinschaften, Kulturvereinen und der Stadt.