Weitere Eindrücke in unserer Fotogalerie.
Die Ausstellungseröffnung IMAGINE HERstory im Rathaus Krems stieß auf großes Interesse und unterstrich die Relevanz des Projekts. Bürgermeister Peter Molnar betonte: „Es ist mir ein großes Anliegen, dass der Stellenwert der Frauen in unserer Gesellschaft nicht nur anerkannt, sondern sichtbar gemacht wird. Kunst kann dabei helfen, diese Leistungen ins öffentliche Bewusstsein zu rücken.“ Gleichzeitig betonte Molnar die Offenheit der Stadt: „Krems entwickelt sich weiter, wenn wir offenbleiben – in unseren Gedanken, in unserer Kultur und in unserer Haltung. Diese Ausstellung ist ein starkes Zeichen für Gleichstellung und Weltoffenheit.“
Weltfrauentag als gesellschaftlicher Auftrag
Im Kontext des bevorstehenden Internationalen Frauentags stellte Kulturgemeinderätin Elisabeth Kreuzhuber die Ausstellung in einen größeren Zusammenhang. „Der Weltfrauentag ist nicht nur Anlass zum Feiern, sondern zur Reflexion. Gleichberechtigung ist keine Selbstverständlichkeit – viele Rechte wurden hart erkämpft und müssen weiterhin verteidigt werden. Diese Ausstellung macht sichtbar, wie viel Mut, Durchhaltevermögen und Vision in den Biografien dieser Frauen stecken.“
Kunst schafft Sichtbarkeit
Projektleiterin Rita Newman, Lehrgangsleiterin der Masterklasse Fotografie an der USTP, betonte den künstlerischen und inhaltlichen Anspruch des Projekts. Über mehrere Monate entwickelten die Studierenden komplexe Bildkonzepte, arbeiteten mit historischen Bezügen, Styling, Requisiten und inszenierter Fotografie. „Es geht nicht darum, historische Abbilder zu reproduzieren, sondern eine zeitgenössische Annäherung zu schaffen. Sichtbarkeit hat mit Bedeutung zu tun. Was nicht sichtbar ist, verschwindet aus unserer Erinnerungskultur“, so Newman. Die Arbeiten zeigen sieben historische Frauenpersönlichkeiten – neu gedacht, neu inszeniert und bewusst in einen Dialog mit der Gegenwart gestellt.
Geschichte neu befragen
Kulturamtsleiter Gregor Kremser hob die Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen Hochschule und museumkrems hervor. „Als Museum ist es unser Auftrag, Geschichte immer wieder neu zu befragen. Zeitgenössische Kunst eröffnet neue Perspektiven auf historische Persönlichkeiten. Dass diese Arbeiten nun nicht nur im Museum, sondern im gesamten Stadtraum und im Rathaus sichtbar werden, verleiht dem Projekt eine besondere Kraft.“ Die Verbindung von historischem Ort, fotografischer Inszenierung und öffentlichem Raum schaffe einen lebendigen Dialog zwischen Vergangenheit und Gegenwart.
Kunst gehört mitten in die Stadt
Präsidialamtsleiterin Rosemarie Bachinger stellte die Bedeutung des Ortes in den Mittelpunkt: Sichtbarkeit entscheidet, Frauen als Rolemodels sind für Mädchen motivierend. Wer gesehen wird, wer erzählt und wer Mut hat, prägt mit Erinnerung. Umso mehr freut es mich, dass wir heuer sagen können: „Krems ist eine Stadt der starken Frauen. Und diese Ausstellung ist ein kraftvolles Zeichen dafür. Gerade durch die Verbindung mit dem öffentlichen Raum werde die Ausstellung weit über das Rathaus hinauswirken.“
IMAGINE HERstory: Citylights-Ausstellung im gesamten Stadtgebiet
Von 6. bis 18. März setzt sich das Projekt im öffentlichen Raum fort:
Insgesamt 20 Citylights im gesamten Stadtgebiet von Krems und zeigen die großformatigen Porträts.
Die Ausstellung IMAGINE HERstory im Rathaus ist bis 27. März während der Amtszeiten kostenlos zu sehen!
Weitere Informationen:
www.imagine-herstory.life