Die Stadt Krems unterstützt auch heuer zwei wichtige Angebote im Sozial- und Kulturbereich mit Fördermitteln. So erhält der Verein Frauenplattform Krems für den laufenden Betrieb der Frauenberatungsstelle Lilith 18.000 Euro. Die Beratungsstelle unterstützt Frauen sowie Mütter mit Kindern bei unterschiedlichen persönlichen und sozialen Problemstellungen. Für die Durchführung des Kabarett & Comedy Festivals 2026 bekommt der Verein für eine aktive Kabarett- und Kulturszene Krems eine Förderung von 15.000 Euro. Beide Beschlüsse fasste der Gemeinderat einstimmig.
Finanzspritze für Forschungsinstitut
Auch die Zusammenarbeit mit dem Institut für Realienkunde des Mittelalters und der frühen Neuzeit (IMAREAL) wird fortgesetzt. Für die Jahre 2027 bis 2029 sind jeweils Subventionen in Höhe von 32.500 Euro vorgesehen. Das Institut der Universität Salzburg ist bereits seit fast 60 Jahren in Krems angesiedelt und arbeitet unter anderem mit dem museumkrems und dem Stadtarchiv zusammen. Darüber hinaus wurden und werden laufend Forschungsarbeiten durchgeführt, die mit Krems in engem Zusammenhang stehen, zuletzt etwa zur Kremser Stadtgeschichte. Der Gemeinderat sprach sich geschlossen für die Förderung aus.
Empfehlungen des Historiker:innenbeirats
Einstimmig nahm der Gemeinderat die Empfehlungen des Historiker:innenbeirats zur Kenntnis. Bei der geplanten Benennung der Zufahrt zur Karl Landsteiner Universität empfiehlt das Gremium, eine Frau aus der Kremser Geschichte zu berücksichtigen. Vorgeschlagen wird Maria Benedicta Rizy, ehemalige Oberin des Redemptoristinnenklosters in Stein. Die Büste des früheren Pädagogen Benedikt Lethmayer, die im Zuge der Neugestaltung des Hafnerplatzes entfernt wurde, soll nach Empfehlung des Beirats aufgrund seiner NS-Belastung nicht wieder im öffentlichen Raum aufgestellt werden.
Historisches Stadtbild im Fokus
Darüber hinaus soll geprüft werden, welche Instrumente der Stadt zum Erhalt historischer Gebäude und des gewachsenen Stadtbildes in den Altstädten von Krems und Stein zur Verfügung stehen. Dabei sollen Denkmalschutz und Stadtbildpflege ebenso berücksichtigt werden wie zeitgemäße Nutzung, Sanierung, Barrierefreiheit, Klimaschutz und Energieeffizienz. Die Ergebnisse sollen dem Gemeinderat bis spätestens 31. Mai 2027 vorgelegt werden. Die Mandatar:innen votierten geschlossen für diese Maßnahme.
Weitere Beschlüsse
Der bestehende Vertrag zur Verkehrsüberwachung mit der G4S Secure Solutions AG wird bis Ende 2028 verlängert. Mit 1. Jänner 2027 werden die Inseratentarife im Stadtjournal um 3,6 Prozent angepasst. Bei Beilagen fällt die Erhöhung aufgrund der tatsächlich entstehenden Zusatzkosten für Verarbeitung und Versand höher aus. Beide Beschlüsse fasste der Gemeinderat einstimmig. Per Dringlichkeitsantrag setzte sich die KLS-Fraktion für die Erarbeitung eines Masterplans zur Schulwegsicherheit ein. Die Mandatar:innen entschieden mehrheitlich, dass sich der zuständige Gemeinderatsausschuss näher mit dem Thema befassen soll.