Moderiert und organisiert wurde der Rundgang durch Gneixendorf vom Fuß- und Radverkehrsbeauftragten der Stadt Krems, Gemeinderat Ronny Weßling. Die Route führte die Teilnehmer:innen vom Platz unterhalb der Kirche durch den Wolfsgraben, weiter über die Schloßstraße und zurück über die Gneixendorfer Hauptstraße zum Ausgangspunkt. Vorbereitet wurde das GEHspräch gemeinsam mit den engagierten Gneixendorfer:innen Claudia Pitnik und Walter Gangl. Während des Rundgangs entwickelten sich angeregte Gespräche über bestehende Herausforderungen und mögliche Verbesserungen im Stadtteil.
Sicherheit und Aufenthaltsqualität verbessern
Ein zentrales Thema war die Sorge vor zunehmendem Verkehr, da Gneixendorf das Hauptsiedlungsgebiet der Stadt Krems ist und daher noch weiter wachsen soll. Gleichzeitig wurde deutlich, dass aus Sicht vieler Bewohner:innen noch zahlreiche Maßnahmen notwendig sind, um die Sicherheit und Aufenthaltsqualität weiter zu verbessern. Hier kamen von den Teilnehmer:innen unter anderem Wünsche nach einer Sanierung, Erweiterung und Verbreiterung des Gehsteigs im Wolfsgraben beim Kindergarten, einer Tempo-30-Regelung auf der Gneixendorfer Hauptstraße, einer besseren Stadtbusanbindung sowie einem Radweg Richtung Innenstadt. Auch ein Gehweg in der Schloßstraße wurde als wichtiges Anliegen angesprochen. Darüber hinaus fand die Idee großen Anklang, den Platz unterhalb der Kirche aufzuwerten und künftig als Dorfplatz zu nutzen – etwa mit zusätzlichen Sitzgelegenheiten und mehr Grünflächen. Walter Gangl kündigte an, dazu ein Grätzlprojekt bei der Stadt Krems zur Umsetzung einreichen zu wollen.
Anliegen werden weitergeleitet
Am GEHspräch nahm auch Umwelt- und Mobilitätsstadträtin Alexandra Ambrosch teil: „Der direkte Austausch mit Bürgerinnen und Bürgern vor Ort ist für mich als politische Vertreterin der Stadt Krems sehr wichtig und wertvoll. So kann ich Wünsche und Sorgen der Bevölkerung im Gespräch aufnehmen, weitergeben und an Lösungen und Verbesserungen arbeiten.“ Organisator Ronny Weßling zeigte sich erfreut über die zahlreichen Anregungen und kündigte an, diese an die zuständigen Stellen weiterzuleiten: „Es ist deutlich zu spüren, dass sich viele Menschen in Gneixendorf weniger Verkehr, weniger Lärm und sicherere Bedingungen für den Fuß- und Radverkehr wünschen. Ich werde die Hinweise und Anliegen aus dem Rundgang an die zuständigen Stellen bei der Stadt Krems und beim Land Niederösterreich weitergeben und mich dafür einsetzen, dass sie in die weiteren Überlegungen einfließen.“
Direkt vor Ort ins Gespräch kommen
Die GEHspräche werden seit mehreren Jahren von den beiden Fuß- und Radverkehrsbeauftragten der Stadt Krems, Gemeinderat Ronny Weßling und Michaela Binder, in unterschiedlichen Stadtteilen organisiert. Ziel ist es, direkt vor Ort mit den Menschen über sichere Wege, Verkehr und Lebensqualität ins Gespräch zu kommen sowie Anregungen, Hinweise und konkrete Alltagserfahrungen aufzunehmen. Weitere GEHspräche in anderen Kremser Stadtteilen sind in Planung.